English Woman's Journal - Neuer Sarg für Otto den Großen: Entscheidung in Wettbewerb gefallen

Neuer Sarg für Otto den Großen: Entscheidung in Wettbewerb gefallen


Neuer Sarg für Otto den Großen: Entscheidung in Wettbewerb gefallen
Neuer Sarg für Otto den Großen: Entscheidung in Wettbewerb gefallen / Foto: RONNY HARTMANN - AFP/Archiv

Im Wettbewerb um die Gestaltung eines neuen Sargs für Otto den Großen im Magdeburger Dom ist eine Entscheidung gefallen. Eine Jury der Kunststiftung Sachsen-Anhalt wählte den Entwurf "Torsion und Konsolidierung" der Künstlerin Silke Trekel aus, wie die Stiftung am Dienstag mitteilte. Der Wettbewerb wurde veranstaltet, weil bei Untersuchungen festgestellt worden war, dass der historische Innensarg Ottos des Großen weitgehend zerstört war.

Textgröße ändern:

Die Jury lobte den Siegerentwurf. Diesem gelinge "eine überzeugende Synthese aus historischer Symbolik, technischer Innovation und ästhetischer Klarheit, die Ottos Herrschaft würdig reflektiert", hieß es. Als Materialien sollen demnach Titan, Feingold und Blattgold verwendet werden.

Landeskulturminister Rainer Robra (CDU) sprach im Zusammenhang mit der Gestaltung des neuen Sargs für Otto den Großen von einer "ganz besonderen künstlerischen Herausforderung". Robra gratulierte der Siegerin und äußerte Freude über die Umsetzung "in den kommenden Monaten".

Das Grabmal von Otto dem Großen im Magdeburger Dom weist massive Schäden auf und soll daher konserviert werden. Seit Jahresbeginn ist das Grab von einer geschlossenen Einhausung geschützt. Anfang März wurde unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen die 300 Kilogramm schwere Deckplatte des Sarkophags abgenommen.

Darunter kam ein schlichter Holzsarg zum Vorschein, der nicht mehr verwendbar war. In der Folge initiierte die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt einen Wettbewerb unter ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten zur Gestaltung eines neuen Sargs.

Das Grabmal gilt nicht nur landeshistorisch, sondern auch national als höchst bedeutend. Otto der Große war ab 962 erster Kaiser des Heiligen Römischen Reichs und gilt als eine zentrale Figur der europäischen Geschichte.

D.W.Robertson--EWJ

Empfohlen

Fall Haenel: Freiheitsstrafe für französischen Filmemacher Ruggia

Wegen sexueller Nötigung der damals minderjährigen Schauspielerin Adèle Haenel ist der französische Regisseur Christophe Ruggia zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Drei davon werden zur Bewährung ausgesetzt, die übrigen zwei soll der Filmemacher mit einer elektronischen Fußfessel verbüßen, wie die Berufungsrichter am Freitag in Paris entschieden.

US-Rapper D4vd unter Mordverdacht festgenommen

Mordverdacht gegen US-Rapper D4vd: Der 21-Jährige ist im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod einer Minderjährigen festgenommen worden. Der Künstler, der mit bürgerlichem Namen David Burke heißt, sitze wegen des Verdachts der Tötung von Celeste Rivas in Haft, teilte die Polizei in Los Angeles am Donnerstag (Ortszeit) mit. Eine Freilassung gegen Zahlung einer Kaution wurde demnach abgelehnt.

Ticketmaster-Mutterunternehmen wegen illegaler Monopolbildung verurteilt

Das Mutterunternehmen des Konzertkarten-Verkäufers Ticketmaster, Live Nation Entertainment, ist wegen illegaler Monopolbildung verurteilt worden. Ein Geschworenengericht in New York sei zu dem Schluss gekommen, dass Live Nation und Ticketmaster durch wettbewerbswidriges Verhalten der Musikindustrie geschadet und überhöhte Preise von Konzertbesuchern verlangt habe, erklärte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta am Mittwoch.

Langer Streit um Schnipsel aus Stück von Kraftwerk: Bundesgerichtshof wieder am Zug

Im langen Rechtsstreit um einen kurzen Rhythmusschnipsel aus einem Lied von Kraftwerk ist nun wieder der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Zug. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg beantwortete am Dienstag Fragen des BGH. Es ging darum, wann das sogenannte Sampling - die Nutzung der kurzen Sequenz für ein neues Stück - erlaubt sein kann. (Az. C-590/23)

Textgröße ändern: