English Woman's Journal - Versace und Michael Kors bekommen neuen Besitzer

Versace und Michael Kors bekommen neuen Besitzer


Versace und Michael Kors bekommen neuen Besitzer
Versace und Michael Kors bekommen neuen Besitzer / Foto: SPENCER PLATT - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Der US-Luxusgüterkonzern Tapestry kauft für 8,5 Milliarden Dollar (7,8 Milliarden Euro) den Konkurrenten Capri Holdings mit den Marken Versace, Michael Kors und Jimmy Choo. Der Mutterkonzern der für ihre Handtaschen und Schuhe bekannten Luxusmarken Coach, Kate Spade und Stuart Weitzman gab am Donnerstag eine endgültige Vereinbarung mit Capri Holdings über eine Übernahme bekannt. Tapestry zahlt demnach 57 Dollar je Aktie.

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"Wir sind hoch erfreut, den Kauf von Capri Holdings zu verkünden - und damit sechs ikonische Marken und außergewöhnliche weltweite Teams zusammenzubringen", erklärte Tapestry-Chefin Joanne Crevoiserat. "Das Zusammenbringen von Coach, Kate Spade und Stuart Weitzman mit Versace, Jimmy Choo und Michael Kors schafft ein neues mächtiges weltweites Luxus-Unternehmen und eine einmalige Chance für Mehrwert für unsere Kunden, Mitarbeiter, Gemeinschaften und Aktionäre in aller Welt."

Tapestry will mit dem Geschäft nach eigenen Angaben die Verkäufe vorantreiben, indem Kundendaten zusammengeführt und die weltweite Reichweite erhöht werden. Außerdem sollen binnen drei Jahren Einsparungen von jährlich 200 Millionen Dollar erzielt werden.

Neil Saunders vom Beratungsunternehmen GlobalData erklärte, Tapestry könne mit der Übernahme von Capri Holdings von einer ähnlichen Strategie wie europäische Luxusriesen wie LVMH profitieren, indem eine Reihe von Marken, die unterschiedliche Kundensegmente bedienen, unter einem Dach zusammengeführt werden. Allerdings sei der Preis für Capri Holdings "saftig", außerdem habe die Marke Michael Kors große Probleme.

Zwar habe Tapestry bereits die Marken Coach und Kate Spade nach einer Übernahme erfolgreich umgekrempelt, sagte Saunders. Bei Michael Kors, dessen Markenimage unter anderem durch starke Preisnachlässe in Billig-Kaufhäusern gelitten hat, werde dies aber deutlich schwieriger.

L.McKay--EWJ

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