English Woman's Journal - Altersmediziner und Lungenexperten raten Älteren und Kranken dringend zu Grippeschutz

Altersmediziner und Lungenexperten raten Älteren und Kranken dringend zu Grippeschutz


Altersmediziner und Lungenexperten raten Älteren und Kranken dringend zu Grippeschutz
Altersmediziner und Lungenexperten raten Älteren und Kranken dringend zu Grippeschutz / Foto: Ronny Hartmann - AFP/Archiv

Alters- und Lungenmediziner haben über 60-Jährige und Risikopatienten dringend zur Grippeschutzimpfung aufgerufen. Die Impfung schütze nicht nur vor einer akuten Grippeerkrankung, sondern könne auch das Risiko für Herzinfarkte deutlich senken und die Gesamtsterblichkeit um 40 Prozent reduzieren, erklärten die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) am Donnerstag in München.

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Vor der Coronapandemie hatte die jährliche Grippewelle meist im Januar begonnen und dauerte drei bis vier Monate. Wegen der Maskenpflicht und der Kontaktbeschränkungen gab es zwei Jahre lang praktisch keine Grippewelle.

"Die Menschen hatten dadurch längere Zeit keinen Kontakt zu Influenzaviren, eine Herdenimmunität besteht nicht mehr", erklärte DGP-Vorstandsmitglied Hortense Slevogt. "Die Verbreitung verläuft in diesem Jahr früher, schneller und heftiger als in den Vorjahren."

Alle Menschen über 60 sollten sich daher so bald wie möglich impfen lassen. 90 Prozent der durch Grippe bedingten Todesfälle entfielen auf diese Altersgruppe.

Bei einer Influenzainfektion könne sich im Verlauf der Erkrankung zusätzlich eine durch Pneumokokkenbakterien verursachte Lungenentzündung entwickeln, die zu besonders schweren Verläufen führt.

Bei Ungeimpften gebe es zudem insbesondere im ersten Monat nach einer Influenzainfektion häufiger Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Als Spätfolge könne nach mehr als zehn Jahren ein Morbus Parkinson auftreten.

Ch.Reilly--EWJ

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