English Woman's Journal - Bereits mehr als 2000 Tote durch Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo

Bereits mehr als 2000 Tote durch Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo


Bereits mehr als 2000 Tote durch Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo
Bereits mehr als 2000 Tote durch Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo / Foto: Jospin Mwisha - AFP/Archiv

Die offizielle Zahl der Todesopfer durch die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo ist auf mehr als 2000 gestiegen. Von den 4381 bestätigten Infektionsfällen seien 2011 tödlich ausgegangen, teilten die kongolesischen Behörden am Dienstag mit. Damit nähert sich die Opferzahl derjenigen des bislang schwersten Ebola-Ausbruchs im Land, bei dem in den Jahren 2018 bis 2020 fast 2300 Infizierte gestorben waren.

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Offiziell war der aktuelle Ebola-Ausbruch im Kongo Mitte Mai festgestellt worden. Fachleute gehen aber davon aus, dass sich das Virus davor schon mehrere Wochen lang ausgebreitet hatte. Die gegenwärtige Ebola-Epidemie im Kongo könne sich zum "größten Ausbruch überhaupt" entwickeln, hatte die Chefin des globalen Impfbündnisses Gavi, Sania Nishtar, bereits gewarnt.

Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen und kann schweres hämorrhagisches Fieber auslösen. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit. Die Sterberate bei der gegenwärtigen Epidemie, die von der Bundibugyo-Variante des Virus verursacht wurde, wird von den kongolesischen Gesundheitsbehörden auf 45,9 Prozent geschätzt.

Impfstoffexperten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) forderten am Freitag klinische Tests mit einem gegen eine andere Ebola-Variante zugelassenen Impfstoff. Der Impfstoff Ervebo habe sich bewährt und könnte ersten Ergebnissen zufolge auch gegen die Bundibugyo-Variante wirken, erklärten sie.

Weil der Impfstoff bereits für eine andere Variante zugelassen ist, hunderttausenden Menschen verabreicht wurde und deshalb als sicher gilt, könne eine Zwischenphase der klinischen Tests übersprungen werden, befanden die WHO-Experten. Unabhängig davon solle weiter an einem spezifischen Impfstoff gegen die Bundibugyo-Variante geforscht werden.

St.Ch.Russell--EWJ

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