English Woman's Journal - Lauterbach fordert wegen Ebola-Ausbruchs in Afrika mehr Entwicklungshilfe

Lauterbach fordert wegen Ebola-Ausbruchs in Afrika mehr Entwicklungshilfe


Lauterbach fordert wegen Ebola-Ausbruchs in Afrika mehr Entwicklungshilfe
Lauterbach fordert wegen Ebola-Ausbruchs in Afrika mehr Entwicklungshilfe / Foto: Ebrahim Noroozi - POOL/AFP/Archiv

Der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) fordert wegen des Ebola-Ausbruchs in Afrika mehr deutsche Entwicklungshilfe. "Der Ebola-Ausbruch verdeutlicht, dass wir keinesfalls bei der Entwicklungszusammenarbeit sparen dürfen", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). "Deutschland sollte seinen Etat für das Entwicklungsministerium wie beim Thema Verteidigung konsequent aufstocken, nicht zusammenstreichen."

Textgröße ändern:

Bei der Entwicklungshilfe gehe es nicht nur um humanitäre Leistungen, sondern "vor allem auch um Eigenschutz", sagte Lauterbach. Die von Präsident Donald Trump verfügte massive Kürzung der US-Entwicklungshilfe führe bereits jetzt dazu, dass Gesundheitssysteme in afrikanischen Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo zerfallen. So könnten sich extrem gefährliche Viren wie Ebola rascher ausbreiten und "zu Pandemien mit wirtschaftlichen Folgen für uns werden".

"Zugleich drohen durch erodierende Gesundheitssysteme Flüchtlingswellen aus afrikanischen Ländern Richtung Europa", warnte der SPD-Politiker weiter. "Die populistischen Forderungen von rechten Parteien nach Einschnitten bei der Entwicklungszusammenarbeit sind völlig falsch. Solche Kürzungen können sich bitter rächen für uns."

Der aktuelle Ebola-Ausbruch war Mitte Mai aus der Demokratischen Republik Kongo gemeldet worden, inzwischen gibt es mehr als 900 Verdachtsfälle. Zudem gibt es bereits mehrere Todesfälle, bei denen das Ebola-Virus definitiv als Ursache bestätigt wurde. Bei mehr als 200 Todesfällen besteht der Verdacht darauf.

Ein mit Ebola infizierter US-Bürger, der als Arzt für eine christliche Hilfsorganisation in der Demokratischen Republik Kongo arbeitete, wird im Berliner Charité-Krankenhaus behandelt. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will sich am Mittwoch in der Klinik über seinen aktuellen Gesundheitszustand informieren.

E.Brwon--EWJ

Empfohlen

Facharzttermine: Koalition will bei Wartezeiten für Kassenpatienten handeln

Die schwarz-rote Koalition will bei der Vergabe von Facharztterminen an gesetzlich Versicherte mehr Gerechtigkeit schaffen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) kündigte am Wochenende Vorschläge von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) an, die für kürzere Wartezeiten sorgen sollen. Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Oliver Blatt, kritisierte die bisherige Bevorzugung von Privatpatienten als "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Facharzttermine: Unionsfraktionschef Frei will kürzere Wartezeiten für Kassenpatienten

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei, dringt auf kürzere Wartezeiten auf einen Facharzttermin für gesetzlich Versicherte. Manches im Gesundheitssystem werde als ungerecht empfunden oder sei tatsächlich ungerecht, sagte Frei dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagausgabe). "Darum müssen wir uns kümmern. Ein Beispiel sind die oft langen Wartezeiten für Facharzttermine."

Nach Lungenkrebs-OP: Papst Leo XIV. wird am Samstag aus Klinik entlassen

Vier Tage nach seiner Lungenkrebsoperation kann Papst Leo XIV. am Samstag das Gemelli-Krankenhaus in Rom verlassen. "Unter Berücksichtigung der Blutuntersuchungen, des heute Morgen angefertigten Röntgenbildes des Brustkorbs und der klinischen Gesamtbewertung ist der Heilige Vater als entlassungsfähig eingestuft worden", hieß es in einer vom Vatikan verbreiteten Mitteilung der behandelnden Ärzte. Der Papst werde am frühen Nachmittag in den Vatikan zurückkehren.

GKV-Chef kritisiert Benachteiligung gesetzlich Versicherter bei Arztterminen

Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Oliver Blatt, hat gefordert, gesetzlich Versicherte bei der Vergabe von Arztterminen besserzustellen. Die 75 Millionen gesetzlich Versicherten finanzierten den allergrößten Teil der ärztlichen Honorare, sagte Blatt den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. Trotzdem würden sie bei der Terminvergabe häufig gegenüber Privatpatienten benachteiligt. Das sei eine "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Textgröße ändern: