English Woman's Journal - Arbeitgeberverband Pflege fordert Fokus auf Schaffung neuer Pflegeplätze

Arbeitgeberverband Pflege fordert Fokus auf Schaffung neuer Pflegeplätze


Arbeitgeberverband Pflege fordert Fokus auf Schaffung neuer Pflegeplätze
Arbeitgeberverband Pflege fordert Fokus auf Schaffung neuer Pflegeplätze / Foto: STEFANIE LOOS - AFP

In der Debatte über die geplante Pflegereform hat der Arbeitgeberverband Pflege gefordert, den Fokus auf die Schaffung neuer Pflegeplätze zu richten. Angesichts des steigenden Pflegebedarfs und begrenzter Mittel müsse eine Reform "mehr Pflegeplätze für das vorhandene Geld ermöglichen", erklärte der Verband am Mittwoch. Die Bundesregierung drücke sich vor der entscheidenden Frage, wie mehr Menschen mit demselben Budget gepflegt werden könnten, kritisierte Verbandspräsident Thomas Greiner.

Textgröße ändern:

"Gerecht ist, was Pflegeplätze schafft", betonte Greiner. Der Arbeitgeberverband fordert vor allem mehr Digitalisierung, weniger Bürokratie, einen effizienteren Personaleinsatz und neue Versorgungskonzepte. Derzeit gehe die Reformdebatte "an der Wirklichkeit vorbei". Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) suche lediglich einen Minimalkompromiss zulasten der Pflegebedürftigen.

Warken plant eine Pflegereform, mit der das hohe Defizit der Versicherung begrenzt und die Beiträge stabilisiert werden sollen. Dabei könnte es zu spürbaren Einschnitten bei der Einstufung in die Pflegegrade und bei Zuschüssen für die Pflege im Heim kommen. Vor allem seitens der Betroffenen regt sich dagegen seit längerem Protest.

Der Sozialverband VdK warnte davor, dass kurzfristige Einsparungen letztlich zu höheren Kosten führen könnten, "weil schwerere und damit teurere Pflegeverläufe später nicht mehr verhindert werden". Wer jetzt allein auf steigende Pflegezahlen schaue und daraus ableite, Schwellenwerte anzuheben oder Leistungen einzuschränken, "greift zu kurz", sagte Verbandspräsidentin Verena Bentele der "Rheinischen Post". Langfristig führe zudem "kein Weg an einer solidarischen Pflegeversicherung vorbei, in die alle Bürgerinnen und Bürger sowie alle Einkommensarten einbezogen werden".

Ähnlich äußerte sich auch die CSU-Gesundheitspolitikerin Emmi Zeulner. "Um die Einnahmenseite der Pflegeversicherung zu stärken, gilt es die Verantwortungsgemeinschaft um die Privatversicherten und Beamten zu erweitern", sagte sie der "Augsburger Allgemeinen". Es brauche eine breitere Beitragszahlerbasis statt immer höherer Belastungen.

R.Mcintosh--EWJ

Empfohlen

Spanien will Rauchen auf öffentlichen Terrassen und Stränden verbieten

Die spanische Regierung hat einen Gesetzentwurf für ein Rauchverbot in öffentlichen Außenbereichen wie Café- und Restaurantterrassen, Parks und Stränden beschlossen. Ziel des Gesetzes sei es, das bereits geltende Rauchverbot für Innenräumen auszuweiten, "um die öffentliche Gesundheit besser zu schützen und auf eine tabakfreie Generation hinzuwirken", sagte Gesundheitsministerin Mónica García nach der Billigung des Entwurfs durch das Kabinett am Dienstag vor Journalisten.

Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 preisbereinigt um 3,9 Prozent gestiegen

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind 2024 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 3,9 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden unter Verweis auf erstmalige entsprechende Berechnungen mit. Nominal - also in jeweiligen Preisen - waren sie im Vorjahresvergleich um 7,6 Prozent gestiegen. Insgesamt hatten die Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 bei 538,2 Milliarden Euro gelegen.

TV-Legende Thomas Gottschalk ist "momentan krebsfrei"

Fernsehlegende Thomas Gottschalk ist nach eigenen Angaben "momentan krebsfrei". Dies hätten ihm die Ärzte mitgeteilt, sagte der 76-Jährige der "Bild"-Zeitung. Die jüngste Untersuchung habe ergeben, dass er keinerlei Krebszellen mehr im Körper habe, sagte Gottschalk. "Das ist eine gute Nachricht, und ich bin natürlich entsprechend froh, dass ich diese Auskunft geben kann."

Studie: Mindestvorgaben erzielen gewünschten Effekt bei komplexen Operationen

Mindestmengen für komplexe Operationen zeigen nach einer wissenschaftlichen Auswertung den gewünschten Effekt, dass dadurch immer mehr schwierige Eingriffe in immer weniger Kliniken vorgenommen werden. Das gelte vor allem für Operationen bei Brustkrebs oder Lungenkrebs, wie das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) am Freitag mitteilte. Der sogenannte Qualitätsmonitor ist online einsehbar und wurde nun um die Daten aus dem Jahr 2024 ergänzt.

Textgröße ändern: