English Woman's Journal - Keine Einigung: Verhandlungen zu Pandemie-Abkommen sollen verlängert werden

Keine Einigung: Verhandlungen zu Pandemie-Abkommen sollen verlängert werden


Keine Einigung: Verhandlungen zu Pandemie-Abkommen sollen verlängert werden
Keine Einigung: Verhandlungen zu Pandemie-Abkommen sollen verlängert werden / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Weil keine Einigung in Sicht ist, sollen die Verhandlungen über das Kernstück eines internationalen Pandemie-Abkommens verlängert werden. Dies gab am Freitag der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, in Genf bekannt. Eigentlich hätte bis zu diesem Tag ein Kompromiss in der entscheidenden Frage gefunden werden sollen, wie Informationen über neue Erreger und Impfstoffe bei künftigen Pandemien geteilt werden sollen. Dabei sind wohlhabende Staaten und Entwicklungsländer tief gespalten.

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"Ich bin zuversichtlich, dass die Differenzen durch weitere Verhandlungen überwunden werden können", erklärte der WHO-Chef. Die von den Unterhändlern der Mitgliedsländer vereinbarte Verlängerung der Verhandlungen solle auf der anstehenden WHO-Mitgliederversammlung offiziell beschlossen werden, die vom 18. bis 23. Mai in Genf stattfindet. Eigentlich war der Plan, dass bis Freitag ein Kompromiss gefunden wird, der dann bei der Mitgliederversammlung hätte abgesegnet werden sollen. Daraus wird nun nichts.

Konkret geht es bei den Verhandlungen um den sogenannten PABS-Mechanismus zur Teilung von Informationen über neue Erreger und Impfstoffen. Dieser gilt als Kernstück des internationalen Pandemie-Abkommens, welches die Mitgliedstaaten der WHO grundsätzlich bereits im Mai vergangenen Jahres verabschiedet hatten. Sein Ziel ist der schnelle Austausch über neue Krankheitserreger zwischen Staaten und Pharma-Unternehmen, um die rasche Entwicklung von Gegenmitteln zu ermöglichen. Die genauen Details dieses PABS-Systems hatten die Unterhändler im vergangenen Jahr allerdings außen vor gelassen, um wenigstens die Grundsatzeinigung erzielen zu können. Nun muss weiter darüber verhandelt werden.

L.Ross--EWJ

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