English Woman's Journal - SPD strebt Änderungen von Gesundheitsreform im Bundestag an

SPD strebt Änderungen von Gesundheitsreform im Bundestag an


SPD strebt Änderungen von Gesundheitsreform im Bundestag an
SPD strebt Änderungen von Gesundheitsreform im Bundestag an / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Die SPD will die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Bundestag noch ändern. Im aktuellen Gesetzentwurf zur Reform sei "eine Unwucht drin zulasten der gesetzlich Versicherten", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die SPD wolle sich das "im laufenden parlamentarischen Verfahren bis zur Sommerpause noch mal anschauen". Denn die Reform müsse sozial gerecht und ausgewogen sein.

Textgröße ändern:

Kritisch sieht Wiese unter anderem die geplanten Kürzungen beim Krankengeld: "Da haben wir tatsächlich Bauchschmerzen. Das kann man aber anders lösen."

"Einen Kompromiss" müsse es zudem bei den Gesundheitskosten der Grundsicherungs-Beziehenden geben. Es könne nicht sein, dass die gesetzlich Versicherten allein diese bezahlten, betonte der SPD-Politiker. Privatversicherte sowie Beamtinnen und Beamte müssten ebenfalls zur Finanzierung beitragen.

Die Koalition bewege sich hier jedoch "aufeinander zu", sagte Wiese. "Wir haben das klare Ziel, eine Einigung zu finden." Die SPD wolle die GKV-Reform "gemeinsam mit unserem Koalitionspartner" bis zum Sommer im Bundestag abschließen.

Zuerst soll aber am Mittwoch das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Reform beschließen. Anschließend beginnt das parlamentarische Verfahren.

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatten den Entwurf vor knapp zwei Wochen vorgelegt. Ziel ist es, die defizitären Krankenkassen aus den roten Zahlen zu führen und weitere Beitragssteigerungen abzuwenden.

Die gesetzlichen Kassen - und damit die Versicherten - bezahlen aktuell einen Großteil der Versicherungskosten der Grundsicherungs-Beziehenden. Sowohl aus der Union als auch der SPD gibt es Forderungen nach einem höheren Anteil aus Steuermitteln. Aufgrund von Sparzwängen stößt dies im SPD-geführten Bundesfinanzministerium aber bislang auf Ablehnung.

St.Ch.Russell--EWJ

Empfohlen

Spanien will Rauchen auf öffentlichen Terrassen und Stränden verbieten

Die spanische Regierung hat einen Gesetzentwurf für ein Rauchverbot in öffentlichen Außenbereichen wie Café- und Restaurantterrassen, Parks und Stränden beschlossen. Ziel des Gesetzes sei es, das bereits geltende Rauchverbot für Innenräumen auszuweiten, "um die öffentliche Gesundheit besser zu schützen und auf eine tabakfreie Generation hinzuwirken", sagte Gesundheitsministerin Mónica García nach der Billigung des Entwurfs durch das Kabinett am Dienstag vor Journalisten.

Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 preisbereinigt um 3,9 Prozent gestiegen

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind 2024 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 3,9 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden unter Verweis auf erstmalige entsprechende Berechnungen mit. Nominal - also in jeweiligen Preisen - waren sie im Vorjahresvergleich um 7,6 Prozent gestiegen. Insgesamt hatten die Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 bei 538,2 Milliarden Euro gelegen.

TV-Legende Thomas Gottschalk ist "momentan krebsfrei"

Fernsehlegende Thomas Gottschalk ist nach eigenen Angaben "momentan krebsfrei". Dies hätten ihm die Ärzte mitgeteilt, sagte der 76-Jährige der "Bild"-Zeitung. Die jüngste Untersuchung habe ergeben, dass er keinerlei Krebszellen mehr im Körper habe, sagte Gottschalk. "Das ist eine gute Nachricht, und ich bin natürlich entsprechend froh, dass ich diese Auskunft geben kann."

Studie: Mindestvorgaben erzielen gewünschten Effekt bei komplexen Operationen

Mindestmengen für komplexe Operationen zeigen nach einer wissenschaftlichen Auswertung den gewünschten Effekt, dass dadurch immer mehr schwierige Eingriffe in immer weniger Kliniken vorgenommen werden. Das gelte vor allem für Operationen bei Brustkrebs oder Lungenkrebs, wie das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) am Freitag mitteilte. Der sogenannte Qualitätsmonitor ist online einsehbar und wurde nun um die Daten aus dem Jahr 2024 ergänzt.

Textgröße ändern: