English Woman's Journal - Statistik: Annähernd jeder zweite Mensch erkrankt im Laufe des Lebens an Krebs

Statistik: Annähernd jeder zweite Mensch erkrankt im Laufe des Lebens an Krebs


Statistik: Annähernd jeder zweite Mensch erkrankt im Laufe des Lebens an Krebs
Statistik: Annähernd jeder zweite Mensch erkrankt im Laufe des Lebens an Krebs / Foto: ANNE-CHRISTINE POUJOULAT - AFP/Archiv

Annähernd jeder zweite Mensch in Deutschland erkrankt dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge im Laufe seines Lebens an Krebs. Wie das bundeseigene Institut am Donnerstag in Berlin unter Berufung auf statistische Risikoberechungen mitteilte, trifft die Krankheit 49 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen. Etwa jede sechste Frau und jeder siebte Mann erkrankt dabei vor dem 65. Lebensjahr. Laut neuesten verfügbaren Zahlen wurden demnach 2023 bundesweit knapp 518.000 Krebserkrankungen diagnostiziert.

Textgröße ändern:

Wie das Institut anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar mitteilte, starben 2023 laut Todesursachenstatistik hierzulande rund 229.000 Menschen an Krebs. Darunter waren 123.000 Männer und 106.000 Frauen.

Die Krebssterberaten sanken in den letzten 25 Jahren demnach deutlich, sofern Auswirkungen durch die steigende Zahl älterer Menschen im Zuge des demografischen Wandels herausgerechnet werden. Bei Männern betrug der Rückgang der Sterberate laut RKI 31 Prozent, bei Frauen waren es 21 Prozent. Auch die Zahl der Krebsneuerkrankungen war laut Statistik zuletzt weiterhin altersstandardisiert leicht rückläufig, wie es hieß.

Männer erkranken demnach mit Abstand am häufigsten an Prostatakrebs, bei Frauen ist Brustkrebs die häufigste Diagnose. Die zweithäufigsten Krebsarten bei beiden Geschlechtern sind Lungen- und Darmkrebs. Laut RKI entfielen 2023 auf diese vier Krebsarten insgesamt fast die Hälfte aller im nationalen Krebsregister erfassten Erkrankungsfälle. Darüber hinaus verursachten bösartige Tumore von Lunge, Darm, Bauchspeicheldrüse und Brustdrüse zusammen knapp die Hälfte aller krebsbedingten Sterbefälle.

Wie das RKI in seinem neuen epidemiologischen Bulletin weiter erklärte, ist bei Gebärmutterhalskrebs zuletzt ein leicht rückläufiger Trend bei den altersstandardisierten Neuerkrankungsraten zu verzeichnen. Hier gilt seit 2007 eine offizielle Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Mädchen im Jugendalter, die später auch auf männliche Jugendliche ausgeweitet wurde. Zudem wurde die Altersgrenze gesenkt.

Die Inzidenzrate bei den 20- bis 34-jährigen Frauen sank demnach von 7,8 pro 100.000 im Jahr 2015 kontinuierlich auf 4,3 im Jahr 2023 ab, wie das Institut schrieb. Hier würden "erste schützende Effekte der Impfung auf Bevölkerungsebene" sichtbar. Die Impfquoten gegen Gebärmutterhalskrebs seien im internationalen Vergleich zugleich allerdings "ausbaufähig".

Für Brustkrebs zeigt sich in den jüngeren Altersgruppen in Zeitverlauf ein leichter Anstieg der altersstandardisierten Inzidenzraten. So lag diese bei den 30- bis 49-Jährigen 1999 noch bei 85,9 pro 100.000, im Jahr 2023 lag sie bei 107,8. In diesem Zusammenhang wies das RKI darauf hin, dass 2009 das Mammographiescreening flächendeckend eingeführt wurde.

K.Marshall--EWJ

Empfohlen

Bericht: Warken plant bei Pflegereform deutliche Mehrbelastung für Heimbewohner

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant im Rahmen der angekündigten Pflegereform deutlich höhere Belastungen für die Bewohner von Pflegeheimen. Das sehen nach Informationen der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben) aus Koalitionskreisen erste Entwürfe für die Reform vor, mit der die Milliarden-Löcher in der Pflegeversicherung gestopft werden sollen. Danach ist vorgesehen, dass die gestaffelten Zuschüsse, die die Pflegeheimbewohner je nach Aufenthaltsdauer zur Senkung der Eigenanteile erhalten, langsamer anwachsen als bisher.

Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge - sondern auch die Augen

Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge, sondern auch die Augen. Bis zu 20 Prozent aller neuen Erblindungen ab dem 50. Lebensjahr seien auf das Rauchen zurückzuführen, erklärte die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) am Montag in München. Studien zufolge erhöhe Rauchen das Risiko für schwere Augenerkrankungen wie altersabhängige Makuladegeneration, Grünen Star und Gefäßverschlüsse zudem teilweise um das Zwei- bis Vierfache.

Polizei sucht noch ein Glas mit vergifteter Hipp-Babykost

Im Fall der mutmaßlichen versuchten Erpressung des Babynahrungsherstellers Hipp durch Rattengift in Babynahrung sucht die Polizei noch nach einem mutmaßlich manipulierten Glas. Es seien in Österreich, Tschechien und der Slowakei insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser festgestellt worden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Montag in Ingolstadt mit. Ein Glas könne "in Österreich mutmaßlich noch im Umlauf sein".

68.000 Euro von Kasse zurückgefordert: Klägerin scheitert vor Gericht in Niedersachsen

Eine Frau aus Kamerun ist mit dem Versuch gescheitert, von ihrer deutschen Krankenkasse 68.000 Euro zurückzufordern. Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen in Celle bestätigte nach Angaben vom Montag die Ablehnung durch die Kasse. Es sprach in einer Mitteilung von "arbeitsrechtlichen Manipulationsversuchen zulasten der Solidargemeinschaft", welche die Frau zusammen mit ihrem früheren Arbeitgeber vereinbart habe.

Textgröße ändern: