English Woman's Journal - WHO gibt Entscheidung über möglichen Gesundheitsnotstand wegen Affenpocken bekannt

WHO gibt Entscheidung über möglichen Gesundheitsnotstand wegen Affenpocken bekannt


WHO gibt Entscheidung über möglichen Gesundheitsnotstand wegen Affenpocken bekannt
WHO gibt Entscheidung über möglichen Gesundheitsnotstand wegen Affenpocken bekannt / Foto: Ludovic MARIN - POOL/AFP/Archiv

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird am Samstag bekanntgeben, ob wegen der Ausbreitung der Affenpocken ein weltweiter Gesundheitsnotstand ausgerufen wird. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus wird um 15.00 Uhr (MESZ) eine virtuelle Pressekonferenz geben, wie die Organisation mit Sitz in Genf am Freitagabend mitteilte. Er wird dabei die Ergebnisse der Sitzung des WHO-Notfallkomitees vom Donnerstag bekanntgeben.

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Bei ihrer ersten Dringlichkeitssitzung zu den Affenpocken im Juni hatten die Experten dem WHO-Generalsekretär noch davon abgeraten, die höchste Alarmstufe auszurufen. Seitdem haben sich die Infektionsfälle jedoch weiter ausgebreitet. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden inzwischen mehr als 15.800 Fälle in 72 Ländern registriert. Tedros zeigte sich am Donnerstag bei der knapp sechsstündigen Sitzung des Notfallkomitees "besorgt" über die Zunahme der Fälle.

Der Gesundheitsnotstand wurde bisher nur sechs Mal ausgerufen, zuletzt im Januar 2020 wegen der rasanten Ausbreitung des damals noch neuartigen Coronavirus. Eine "Notlage von internationaler Tragweite", so der offizielle Begriff, wird bei einem "ernsten, plötzlichen, ungewöhnlichen und unerwarteten" Gesundheitsproblem ausgerufen, das sich in andere Länder ausbreiten kann. Damit werden internationale Maßnahmen aktiviert. Die Entscheidung liegt bei WHO-Chef Tedros.

Bei den Affenpocken handelt es sich um eine weniger gefährliche Verwandte der seit etwa 40 Jahren ausgerotteten Pocken, die üblicherweise in West- und Zentralafrika vorkommt. Seit Mai breiten sich die Affenpocken aber auch in anderen Ländern aus, vor allem in Westeuropa, darunter auch Deutschland.

Zu den typischen Symptomen der Krankheit gehören hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten und Windpocken-ähnliche Pusteln. Übertragen wird die Krankheit durch engen Körper- und Hautkontakt. Laut einer am Donnerstag im Fachmagazin "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Studie gehen 95 Prozent der Fälle auf eine Infektion durch sexuelle Kontakte zurück.

D.W.Robertson--EWJ

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