English Woman's Journal - Mehr als 2000 Affenpocken-Fälle in Deutschland gemeldet

Mehr als 2000 Affenpocken-Fälle in Deutschland gemeldet


Mehr als 2000 Affenpocken-Fälle in Deutschland gemeldet
Mehr als 2000 Affenpocken-Fälle in Deutschland gemeldet / Foto: Cynthia S. Goldsmith - Centers for Disease Control and Prevention/AFP/Archiv

Rund zwei Monate nach dem Auftreten der ersten Fälle von Affenpocken in Deutschland ist die Zahl der gemeldeten Infektionen auf über 2000 gestiegen. Bis zum Dienstag wurden deutschlandweit 2033 Affenpocken-Fälle aus allen Bundesländern übermittelt, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin berichtete.

Textgröße ändern:

Angesteckt haben sich demnach in erster Linie Männer, die sexuelle Kontakte mit anderen Männern haben. Bislang seien in Deutschland nur vier Fälle von Affenpocken bei Frauen bekannt, bei Kindern wurde gar keine Infektionen registriert.

Allein aus Berlin wurden bislang mehr als tausend Fälle und damit mehr als Hälfte aller Fälle registriert, in anderen Bundesländern wie Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Bremen bewegen sich die Zahlen im einstelligen Bereich. Berlin weist auch mit 28 Fällen pro 100.000 Einwohner die höchste Inzidenz auf, gefolgt von Hamburg mit 4,5 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Die Affenpocken sind eine weniger gefährliche Verwandte der seit etwa 40 Jahren ausgerotteten Pocken, die üblicherweise in West- und Zentralafrika vorkommt. Seit Mai breitet sich die Krankheit aber auch in anderen Ländern aus, vor allem in Westeuropa. Bislang wurden der Weltgesundheitsorganisation mehr als 6000 Fälle weltweit gemeldet.

R.Wilson--EWJ

Empfohlen

Klage gegen Astrazeneca: BGH stärkt Auskunftsrechte nach vermuteten Impfschäden

Der Fall eines vermuteten Impfschadens nach einer Coronaimpfung in Rheinland-Pfalz muss neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe stärkte am Montag in einem Urteil die Rechte von Patienten auf Auskunft von Pharmaunternehmen. Eine Frau klagte, die nach der Impfung einen Hörsturz erlitt. Ob das ein Impfschaden war und ob ihr womöglich Schadenersatz zusteht, ist noch unklar - sie kann nun aber voraussichtlich leichter an Informationen kommen. (Az. VI ZR 335/24)

Studie: Früherkennung trägt zu sinkenden Brustkrebssterberaten in Europa bei

Früherkennungsuntersuchungen tragen zu sinkenden Brustkrebssterberaten in Europa bei. Nach Einführung des Mammografiescreenings wurden deutlich mehr frühe, besser behandelbare und weniger fortgeschrittene Tumoren entdeckt, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) am Montag in Heidelberg mitteilte.

KKH: Vier Millionen leiden an wiederkehrenden Depressionen - starker Anstieg

Die Zahl der Menschen mit wiederkehrenden Depressionen ist nach einer Analyse der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) stark gestiegen. Mediziner diagnostizierten im Jahr 2024 bei rund 4,2 Millionen Menschen in Deutschland wiederholte Depressionen, wie eine am Montag in Hannover veröffentlichte Hochrechnung der Krankenkasse zeigt. Frauen seien dabei doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Ärztinnen-Netzwerk fordert zum Frauentag geschlechtsspezifische Medizinforschung

In der Gesundheitsforschung sollte nach Auffassung von Ärztinnen systematisch zwischen den Geschlechtern differenziert werden. Das fordert das Frauennetzwerk im Ärzteverband Hartmannbund anlässlich des internationalen Frauentags, der am Sonntag begangen wird. "Gleichbehandlung ist nicht automatisch eine gerechte oder wirksame Behandlung", erklärte die Sprecherin des Netzwerks, Iris Illing.

Textgröße ändern: