English Woman's Journal - Bei Großveranstaltungen könnte laut Bericht Corona-Test für alle Pflicht werden

Bei Großveranstaltungen könnte laut Bericht Corona-Test für alle Pflicht werden


Bei Großveranstaltungen könnte laut Bericht Corona-Test für alle Pflicht werden
Bei Großveranstaltungen könnte laut Bericht Corona-Test für alle Pflicht werden / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Beim Besuch von Großveranstaltungen könnte einem Bericht zufolge bald ein Test für alle zur Pflicht werden - unabhängig davon, ob jemand geimpft ist oder nicht. Die Einführung einer entsprechenden 1G-Regel erwägen Bund und Länder laut "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Beraten wurde dies demnach auf einer Schaltkonferenz von Bund und Ländern am vergangenen Donnerstag. Gegen eine Maskenpflicht, regt sich unterdessen Widerstand bei der FDP.

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An den Bund-Länder-Beratungen nahmen dem Bericht zufolge Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt (SPD) und die Chefs der Staatskanzleien der Länder teil. Die 1G-Regel sei wegen der kritischen Bewertung der 2G/3G-Regeln durch den Sachverständigenausschuss diskutiert worden.

Zudem sollten in einer neuerlichen Impfkampagne 50 Millionen bis 60 Millionen Menschen geimpft werden, hieß es in dem Bericht weiter. Schwierigkeiten erwartet der Bund dem Bericht zufolge aber bei der Verfügbarkeit der Impfstoffe, die an die neue Omikron-Variante BA.5 angepasst werden. Im Herbst sollten mehrere Vakzine verimpft werden: Solche, die für die Wuhan-Variante entwickelt wurden, aber auch neuere Impfstoffe, die für die Omikron-Variante BA.1 oder für die Omikron-Variante BA.5 entwickelt wurden.

Letztere sollen den stärksten Schutz vor Ansteckung bieten, weshalb die Bundesregierung erwartet, dass sie besonders nachgefragt sein werden. Bund und Länder diskutierten daher, erneut eine Impfreihenfolge festzulegen. Dass Ungeimpte von der Impfung überzeugt werden können, wurde in der Schaltkonferenz als unrealistisch bezeichnet, da nur ein geringer Teil der Ungeimpften dafür offen sei.

Der FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann sagte im ARD-"Morgenmagazin", er sehe in dieser Phase der Pandemie keinen Sinn in einer Maskenpflicht. Auch andere Maßnahmen wie Lockdowns, Ausgangssperren oder auch generelle Schulschließungen allgemeiner Art".

Er plädierte dafür, die Impflücke bei vulnerablen Gruppen zu schließen. Auch Masken seien sinnvoll. Er halte es für "sehr wichtig, dass wir klare Maskenempfehlungen aussprechen, wo es Sinn macht, wo es weniger Sinn macht".

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) verhandeln derzeit über das künftige Infektionsschutzgesetz. Die Frage, ob die Möglichkeit einer Maskenpflicht etwa in Innenräumen darin festgeschrieben werden soll, ist zwischen den Partnern der Ampelkoalition umstritten.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht die Kliniken durch die Corona-Pandemie wieder sehr stark belastet. Durch die Infektionswelle falle deutlich mehr Personal, sagte der ihre Vorsitzender Gerald Gaß dem Düsseldorfer "Handelsblatt". Die Krankmeldungen lägen derzeit um 50 Prozent höher als sonst.

"Das bedeutet, dass fast jeder Zehnte Angestellte in Kliniken derzeit krankheitsbedingt ausfällt", sagte Gaß weiter. Dies führe dazu, dass planbare Eingriffe verschoben würden und die Wartezeiten länger würden. "Das ist eine Situation, die wir so in Deutschland noch nie hatten."

Ch.McDonald--EWJ

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