English Woman's Journal - DAK-Chef rechnet mit Zusatzbeitrag der Kassen von im Schnitt 3,12 Prozent

DAK-Chef rechnet mit Zusatzbeitrag der Kassen von im Schnitt 3,12 Prozent


DAK-Chef rechnet mit Zusatzbeitrag der Kassen von im Schnitt 3,12 Prozent
DAK-Chef rechnet mit Zusatzbeitrag der Kassen von im Schnitt 3,12 Prozent / Foto: FRANCK FIFE - AFP/Archiv

Für Millionen von Kassenpatienten steigt im kommenden Jahr der Beitrag. Der Chef der Krankenkasse DAK, Andreas Storm, rechnet mit einem Zusatzbeitrag von im Schnitt 3,12 Prozent. Dies sei das Ergebnis der aktuellen Hochrechnung, sagte Storm der "Bild"-Zeitung vom Sonntag. Damit werde der "tatsächliche durchschnittliche Zusatzbeitrag aller Krankenkassen erstmals die Drei-Prozent-Marke übersteigen".

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Der Zusatzbeitrag ist ein Aufschlag auf den allgemeinen Beitrag von aktuell 14,6 Prozent, den jede Krankenkasse erheben kann, um ihre Finanzen auszugleichen. Er wird je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezahlt. Mehr als 74 Millionen Menschen in Deutschland sind gesetzlich krankenversichert.

DAK-Chef Storm und der Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, forderten in der "Bild" erneut grundlegende Reformen: Wenn die Beiträge nicht jedes Jahr steigen sollen, brauche es "echte Reformen und den politischen Mut, diese dann auch umsetzen", sagte Baas. Storm verlangte einen "Neustart in der Reformpolitik bei Gesundheit und Pflege". So "kann es nicht weitergehen".

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte ein Sparpaket für die gesetzlichen Krankenkassen vorgelegt, das Einsparungen bei Klinikvergütungen von zwei Milliarden Euro vorsieht. Warken wollte damit verhindern, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026 über den bereits festgelegten Durchschnittswert von 2,9 Prozent steigt.

Warken sagte der "Bild", "das politische Ziel war es, den durchschnittlichen Zusatzbeitrag zu stabilisieren, den ich als Bundesministerin festlege." Das sei gelungen. "Ohne unser Eingreifen läge der durchschnittliche Zusatzbeitrag um 0,3 Prozentpunkte höher." Dann hätten alle Kassen ihre Beiträge anheben müssen.

Der vom Bundesgesundheitsministerium festgelegte durchschnittliche Zusatzbeitrag dient den Kassen als Orientierung. Warken betonte: "Die jeweiligen Zusatzbeiträge der Krankenkassen werden nicht von der Politik festgelegt. Es war immer klar, dass einzelne Kassen ihre Beiträge erhöhen, andere bleiben stabil oder senken sie sogar. Es gibt einen Wettbewerb zwischen den Krankenkassen, der erwünscht ist."

T.Burns--EWJ

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