English Woman's Journal - Forscher: Vitamin-D-Spiegel während Pandemie in Bevölkerung gesunken

Forscher: Vitamin-D-Spiegel während Pandemie in Bevölkerung gesunken


Forscher: Vitamin-D-Spiegel während Pandemie in Bevölkerung gesunken
Forscher: Vitamin-D-Spiegel während Pandemie in Bevölkerung gesunken / Foto: CRISTINA QUICLER - AFP/Archiv

Während der Coronapandemie ist vor allem bei älteren Frauen und Stadtbewohnern der Vitamin-D-Spiegel erheblich gesunken. Das fand ein Forschungsteam bei der Analyse der Daten von mehr als 292.000 Patientinnen und Patienten aus Bayern heraus, wie die Ludwig-Maximilians-Universität München am Dienstag berichtete. Als einen Grund vermuten die Experten, dass die Menschen durch Lockdowns, Homeoffice und veränderte Freizeitgewohnheiten weniger dem Sonnenlicht ausgesetzt waren.

Textgröße ändern:

Vitamin D wird hauptsächlich in der Haut durch die Einwirkung von UVB-Strahlung der Sonne gebildet. Vitamin D ist nicht nur wichtig für die Knochengesundheit. Ein Mangel kann das Risiko für Infektionen, Autoimmunerkrankungen und Knochenbrüche erhöhen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verglichen Laborwerte zwei Jahre vor der Pandemie und zwei Jahre während der Pandemie. Demnach sank der mittlere Vitamin-D-Spiegel, während sich der Anteil aller Menschen mit Vitamin-D-Mangel von 31,2 auf 35,2 Prozent signifikant erhöhte.

Ältere Frauen im Alter von über 60 Jahren waren der Studie zufolge besonders deutlich vom Rückgang der Vitamin-D-Spiegel während der Pandemie betroffen. Dabei könnte den Forschenden zufolge Mehrbelastung und familiärer Stress eine Rolle gespielt haben.

Aber auch bei jüngeren Erwachsenen im Alter von 18 bis 39 Jahren stieg die Mangelrate von 34,6 auf 37,8 Prozent. Hinzu kommt ein Stadt-Land-Gefälle. In städtischen Regionen waren Mangelraten durchweg höher als in ländlichen Gebieten. Städtische Lebensbedingungen - weniger Sonnenlicht durch Bebauung, eingeschränkte Grünflächen, höhere Luftverschmutzung - erschweren demnach die Vitamin-D-Produktion.

Ch.Reilly--EWJ

Empfohlen

Bericht: Warken plant bei Pflegereform deutliche Mehrbelastung für Heimbewohner

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant im Rahmen der angekündigten Pflegereform deutlich höhere Belastungen für die Bewohner von Pflegeheimen. Das sehen nach Informationen der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben) aus Koalitionskreisen erste Entwürfe für die Reform vor, mit der die Milliarden-Löcher in der Pflegeversicherung gestopft werden sollen. Danach ist vorgesehen, dass die gestaffelten Zuschüsse, die die Pflegeheimbewohner je nach Aufenthaltsdauer zur Senkung der Eigenanteile erhalten, langsamer anwachsen als bisher.

Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge - sondern auch die Augen

Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge, sondern auch die Augen. Bis zu 20 Prozent aller neuen Erblindungen ab dem 50. Lebensjahr seien auf das Rauchen zurückzuführen, erklärte die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) am Montag in München. Studien zufolge erhöhe Rauchen das Risiko für schwere Augenerkrankungen wie altersabhängige Makuladegeneration, Grünen Star und Gefäßverschlüsse zudem teilweise um das Zwei- bis Vierfache.

Polizei sucht noch ein Glas mit vergifteter Hipp-Babykost

Im Fall der mutmaßlichen versuchten Erpressung des Babynahrungsherstellers Hipp durch Rattengift in Babynahrung sucht die Polizei noch nach einem mutmaßlich manipulierten Glas. Es seien in Österreich, Tschechien und der Slowakei insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser festgestellt worden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Montag in Ingolstadt mit. Ein Glas könne "in Österreich mutmaßlich noch im Umlauf sein".

68.000 Euro von Kasse zurückgefordert: Klägerin scheitert vor Gericht in Niedersachsen

Eine Frau aus Kamerun ist mit dem Versuch gescheitert, von ihrer deutschen Krankenkasse 68.000 Euro zurückzufordern. Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen in Celle bestätigte nach Angaben vom Montag die Ablehnung durch die Kasse. Es sprach in einer Mitteilung von "arbeitsrechtlichen Manipulationsversuchen zulasten der Solidargemeinschaft", welche die Frau zusammen mit ihrem früheren Arbeitgeber vereinbart habe.

Textgröße ändern: