English Woman's Journal - RKI: Ein Drittel der Menschen konsumiert Alkohol in gesundheitsschädlichen Mengen

RKI: Ein Drittel der Menschen konsumiert Alkohol in gesundheitsschädlichen Mengen


RKI: Ein Drittel der Menschen konsumiert Alkohol in gesundheitsschädlichen Mengen
RKI: Ein Drittel der Menschen konsumiert Alkohol in gesundheitsschädlichen Mengen / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Ein Drittel der Menschen in Deutschland konsumiert Alkohol in gesundheitsschädlichen Mengen. Das geht aus einer Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor, die dieses am Mittwoch in Berlin veröffentlichte. 44,2 Prozent der Männer sind durch ihren Alkoholkonsum einem moderaten oder sogar hohen Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Bei Frauen liegt der Anteil bei 21,4 Prozent.

Textgröße ändern:

Von moderaten Gesundheitsrisiken spricht das RKI bei drei bis sechs Getränken pro Woche. Ab sieben Getränken pro Woche ist das Risiko demnach hoch. Bei ein bis zwei Getränken spricht das Institut noch von einem geringen Risiko, risikofrei ist nur der gänzliche Verzicht auf Alkohol.

Gar keinen Alkohol trinken in Deutschland allerdings nur 21,2 Prozent der Menschen - 16,7 Prozent der Männer und 25,3 Prozent der Frauen. Je höher die Bildungsgruppe, desto mehr wird der Studie zufolge getrunken. Während in der hohen Bildungsgruppe 54,5 Prozent der Männer und 32,4 Prozent der Frauen ein Trinkverhalten an den Tag legen, das ein moderates oder hohes Gesundheitsrisiko mit sich bringt, sind es in der niedrigen Bildungsgruppe 38 Prozent bei den Männern und 12,5 Prozent bei den Frauen.

Datenbasis für die Erhebung war laut RKI die Studie Gesundheit in Deutschland aktuell von 2019/2020. Dafür wurden 22.708 Erwachsene telefonisch befragt. Da die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) im vergangenen Jahr neue Risikostufen für Alkoholkonsum definierte, bewertete auch das RKI nun die Daten neu.

Laut DGE ist Alkohol eine psychoaktive Droge, die für 200 gesundheitliche Folgen wie Krankheit und Unfälle verantwortlich ist. Forschungsergebnisse zeigen, dass es keine gesundheitsfördernde und sichere Alkoholmenge für einen unbedenklichen Konsum gibt. Die DGE empfiehlt daher, ganz auf alkoholische Getränke zu verzichten.

A.Wallace--EWJ

Empfohlen

Bericht: Warken plant Einschnitte bei Pflege - Ministerin sieht System in Schieflage

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erwägt im Rahmen der angekündigten Pflegereform deutlich höhere Belastungen für die Bewohner von Pflegeheimen. Das sehen nach Informationen der RND-Zeitungen aus Koalitionskreisen erste Entwürfe für die Reform vor, mit der die Milliarden-Löcher in der Pflegeversicherung gestopft werden sollen. Danach ist vorgesehen, dass die gestaffelten Zuschüsse, die die Pflegeheimbewohner je nach Aufenthaltsdauer zur Senkung der Eigenanteile erhalten, langsamer anwachsen als bisher.

Bericht: Warken plant bei Pflegereform deutliche Mehrbelastung für Heimbewohner

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant im Rahmen der angekündigten Pflegereform deutlich höhere Belastungen für die Bewohner von Pflegeheimen. Das sehen nach Informationen der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben) aus Koalitionskreisen erste Entwürfe für die Reform vor, mit der die Milliarden-Löcher in der Pflegeversicherung gestopft werden sollen. Danach ist vorgesehen, dass die gestaffelten Zuschüsse, die die Pflegeheimbewohner je nach Aufenthaltsdauer zur Senkung der Eigenanteile erhalten, langsamer anwachsen als bisher.

Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge - sondern auch die Augen

Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge, sondern auch die Augen. Bis zu 20 Prozent aller neuen Erblindungen ab dem 50. Lebensjahr seien auf das Rauchen zurückzuführen, erklärte die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) am Montag in München. Studien zufolge erhöhe Rauchen das Risiko für schwere Augenerkrankungen wie altersabhängige Makuladegeneration, Grünen Star und Gefäßverschlüsse zudem teilweise um das Zwei- bis Vierfache.

Polizei sucht noch ein Glas mit vergifteter Hipp-Babykost

Im Fall der mutmaßlichen versuchten Erpressung des Babynahrungsherstellers Hipp durch Rattengift in Babynahrung sucht die Polizei noch nach einem mutmaßlich manipulierten Glas. Es seien in Österreich, Tschechien und der Slowakei insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser festgestellt worden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Montag in Ingolstadt mit. Ein Glas könne "in Österreich mutmaßlich noch im Umlauf sein".

Textgröße ändern: