English Woman's Journal - Tennis-Legende Björn Borg schildert Kokain-Abhängigkeit und Krebserkrankung

Tennis-Legende Björn Borg schildert Kokain-Abhängigkeit und Krebserkrankung


Tennis-Legende Björn Borg schildert Kokain-Abhängigkeit und Krebserkrankung
Tennis-Legende Björn Borg schildert Kokain-Abhängigkeit und Krebserkrankung / Foto: EMMANUEL DUNAND - AFP/Archiv

"Ich habe mich geschämt wie ein Hund." Björn Borg, schwedische Tennis-Legende aus den 1970er Jahren, schildert in einem Interview und in seiner am Donnerstag veröffentlichten Autobiographie seine Kokain-Sucht und seine Erkrankung an Prostatakrebs. Unter dem Titel "Heartbeats" beschreibt der 69-Jährige seine jahrelange Drogenabhängigkeit und den Kampf gegen seine "Dämonen".

Textgröße ändern:

"Als ich das erste Mal Kokain genommen habe, habe ich einen so starken Schub verspürt wie einst beim Tennis", beschreibt Borg seinen ersten Kontakt mit der Droge Anfang der 1980er Jahre in der damals berühmten New Yorker Diskothek Studio 54.

Seine schwersten Jahre der Abhängigkeit erlebte er in Mailand, als er mit der italienischen Sängerin Loredana Bertè verheiratet war. "Wir hatten schlechten Umgang und die Drogen und die Pillen waren in Reichweite, damals bin ich in die tiefste Dunkelheit abgestürzt", erzählt er in seiner Autobiographie.

1996 bricht er im schweren Drogenrausch auf einer Brücke in den Niederlanden zusammen - kurz vor einem Match von Veteranen des Tennissports. Als er im Krankenhaus aufgewacht sei, habe sein Vater vor ihm gestanden. "Er hat nichts gesagt, es war so beschämend", erinnerte Borg sich am Donnerstag in der schwedischen Fernsehsendung "Skavlan" des TV-Senders SVT. "Ich habe mich geschämt wie ein Hund."

Borg enthüllt in seinen Memoiren auch seine Erkrankung an Prostatakrebs, die im September 2023 festgestellt wurde. "Die Gefahr, dass er streut, besteht, das ist etwas, womit ich eine gewisse Zeit leben muss: die Angst, alle sechs Monate zu erfahren, ob der Krebs rechtzeitig entdeckt worden ist."

Es gehe ihm gut und er treibe Sport, sagte Borg in der TV-Sendung - aber: "Tennis habe ich seit sechs Jahren nicht mehr gespielt." Borg hatte den Tennissport revolutioniert und fünf Mal hintereinander Wimbledon gewonnen sowie sechs Mal Roland-Garros. 1983 beendete er seine Karriere mit 26 Jahren.

N.Steward--EWJ

Empfohlen

"Hoch unanständig": DGB-Chefin kritisiert Debatte um Krankmeldungen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat scharfe Kritik an der Debatte um den möglichen Missbrauch telefonischer Krankschreibungen geübt. Es sei "hoch unanständig, in welchem Ausmaß krank gemeldete Beschäftigte unter Generalverdacht gestellt werden, als wären sie Drückeberger und Faulenzer", sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi am Dienstag in Berlin.

Supreme Court lässt Berufung von Bayer gegen Roundup-Krebs-Urteil zu

Der Oberste Gerichtshof der USA hat eine Berufungsklage des deutschen Chemie-Riesen Bayer gegen ein Urteil gegen sein umstrittenes Pflanzenschutzmittel Roundup zugelassen. Wie der Supreme Court in Washington am Freitag mitteilte, will er sich mit der Verurteilung von Bayer zu einer Strafzahlung in Höhe von 1,25 Millionen Dollar (1,08 Millionen Euro) an einen Mann im Bundesstaat Missouri befassen, der seine Blutkrebserkrankung auf seine Verwendung von Roundup zurückgeführt hatte.

Apotheken-Präsident drängt Risikogruppen zur Grippeimpfung und warnt vor Engpass

Apotheken-Präsident Thomas Preis hat angesichts der bereits angerollten Grippewelle zur Impfung gegen Influenza aufgerufen. Diese Infektionen dürften nicht unterschätzt werden, und es gebe in der aktuellen Grippesaison bereits 225 Todesfälle, sagte er der "Rheinischen Post" vom Freitag. Fast alle Verstorbenen, nämlich 95 Prozent, waren 60 Jahre oder älter, sagte der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

"Niedrigster Stand seit fast 50 Jahren": Zahl der Apotheken 2025 weiter gesunken

Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am Dienstag mitteilte, gab es zum Jahresende noch bundesweit 16.601 Apotheken. Das waren demnach 440 oder 2,6 Prozent weniger als Ende 2024. Damit sei "der niedrigste Stand an Apotheken seit fast 50 Jahren erreicht".

Textgröße ändern: