English Woman's Journal - Lauterbach beharrt auf Ende kostenfreier Bürgertests für alle

Lauterbach beharrt auf Ende kostenfreier Bürgertests für alle


Lauterbach beharrt auf Ende kostenfreier Bürgertests für alle
Lauterbach beharrt auf Ende kostenfreier Bürgertests für alle / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) beharrt auf dem Ende der kostenfreien Corona-Bürgertests für alle. "Die Bürgertests haben ihren Wert, sie sollen auch weiter angeboten werden, sie sollen aber gezielt eingesetzt werden", sagte Lauterbach am Donnerstag im Deutschlandfunk. Über das Thema wird aktuell im Kreis der Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern beraten.

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Die Tests sollten künftig auf die Bereiche konzentriert werden, "wo sie den größten Nutzen haben", sagte Lauterbach weiter. Dies betreffe Menschen, die in Krankenhäuser gehen oder in Pflegeheime, Menschen mit dem Verdacht auf eine Infektion oder schon Krankheitssymptomen, aber auch "diejenigen, die zu großen Veranstaltungen gehen, wo sich viele infizieren können".

Zur Begründung für die Einschränkungen verwies Lauterbach auf die hohen Kosten für die Tests von zeitweise einer Milliarde Euro pro Monat. "Es muss die Kosten-Nutzen-Relation stimmen", sagte der Minister. Das Geld werde an anderer Stelle gebraucht. Zudem müsse die Qualität der Tests verbessert werden und es gehe darum, Missbrauch zu verhindern.

Ohne Anschlussregelung würden die Bürgertests am 30. Juni enden. "Es muss jetzt schnell gehen", sagte daher auch Lauterbach, "denn ich möchte, dass die Tests über den 30. Juni hinaus angeboten werden".

Mit Blick auf das Infektionsschutzgesetz sagte Lauterbach, bereits am 1. Juli solle es darüber in der Koalition Gespräche geben, einen Tag nach Veröffentlichung des Expertenberichts über die Bewertung bisheriger Corona-Maßnahmen. Im Anschluss sollten noch vor der Sommerpause Eckpunkte für eine Neuregelung beschlossen werden, sagte der Gesundheitsminister.

Lauterbach bekräftigte zudem das Ziel einer neuen Impfkampagne und drängte auf bessere und aktuellere Daten über die Lage in den Krankenhäusern.

L.Scott--EWJ

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