English Woman's Journal - Umfrage: Mehrheit für schnellere Facharzttermine statt freier Arztwahl

Umfrage: Mehrheit für schnellere Facharzttermine statt freier Arztwahl


Umfrage: Mehrheit für schnellere Facharzttermine statt freier Arztwahl
Umfrage: Mehrheit für schnellere Facharzttermine statt freier Arztwahl / Foto: Charly TRIBALLEAU - AFP/Archiv

Eine Mehrheit der Deutschen würde einer Umfrage zufolge die freie Facharztwahl gegen einen schnelleren Termin beim Facharzt tauschen wollen. Dafür sprachen sich 68 Prozent der Befragten aus, wie der AOK-Bundesverband am Montag in Berlin mitteilte. Nur 29 Prozent der Befragten bevorzugen hingegen die freie Facharztwahl - auch im Fall längerer Wartezeiten auf einen Termin.

Textgröße ändern:

Bei der Terminvergabe gibt es laut der Umfrage vor allem Probleme für gesetzlich Versicherte. So gaben 56 Prozent der gesetzlich Versicherten an, schon einmal bei der Terminvergabe gegenüber Privatversicherten benachteiligt worden zu sein. 17 Prozent äußerten zudem, einen Termin nur erhalten zu haben, weil sie selbst gezahlt oder eine Zusatzleistung gebucht hätten.

Wie die Umfrage weiter ergab, unterstützt zudem eine Mehrheit die Übertragung von mehr Aufgaben in der Gesundheitsversorgung an andere Gesundheitsberufe. Dies fanden demnach 68 Prozent sehr gut oder eher gut. Für die Erhebung wurden vom Institut Forsa im Auftrag des AOK-Bundesverbands mehr als 8500 Menschen befragt.

Der AOK-Bundesverband forderte die neue Bundesregierung in diesem Zusammenhang auf, die im Koalitionsvertrag angekündigte Reform zur sogenannten Primärversorgung zügig umzusetzen. Ziel ist ein System, bei dem Hausarztpraxen als erste Anlaufstelle dienen und Patienten gezielt weiterleiten.

Die AOK-Vorstandsvorsitzende Carola Reimann erklärte, mit der Reform "könnten einige der drängendsten Probleme in der ambulanten Versorgung gelöst werden." Es würde für mehr Patientenorientierung und einen besseren Zugang sorgen, betonte sie.

O.Jonstone--EWJ

Empfohlen

Staatliche Gesundheitsleistungen für Beamte werden immer teurer

Die staatlichen Gesundheitsleistungen für Beamtinnen und Beamte in Form der sogenannten Beihilfe werden laut einer aktuellen Analyse immer teurer. 2024 betrugen die Kosten allein für den Bund 6,6 Milliarden Euro, wie der "Spiegel" am Donnerstag unter Berufung auf ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages berichtete. Dies waren demnach 14,8 Prozent mehr als im Jahr 2022.

Barmer-Umfrage: Nur knapp die Hälfte der über 14-Jährigen gegen HPV geimpft

Nur knapp die Hälfte der 14- bis 17-Jährigen in Deutschland ist gegen humane Papillomviren (HPV) geimpft. Das geht aus einer Umfrage der Krankenkasse Barmer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag. Demnach haben 48 Prozent zumindest die Erstimpfung gegen HPV erhalten, das Hauptverursacher von Gebärmutterhalskrebs ist.

Kasse muss nach Magenverkleinerung nicht automatisch für Hautstraffung zahlen

Die Kostenübernahme für eine Magenverkleinerung führt nicht automatisch dazu, dass die Krankenkasse später auch die Kosten für eine Straffung der Bauchdecke oder der Brust übernehmen muss. Das muss sie nur im Einzelfall aus medizinischen Gründen, wie das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss entschied. (Az.: B 1 KR 15/24 B)

Krebs oder Diabetes: Rund ein Drittel meidet Informationen zu Krankheiten

Rund ein Drittel der Menschen geht Informationen zu schweren Krankheiten wie Krebs und Diabetes aus dem Weg. Das zeigt eine am Dienstag in Berlin veröffentlichte Analyse des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. Dazu gehört beispielsweise, Arztbesuche hinauszuzögern oder gar nicht erst wahrzunehmen, medizinische Tests zu meiden oder die Ergebnisse zu ignorieren und Aufklärungsmaterialien links liegen zu lassen.

Textgröße ändern: