English Woman's Journal - Lauterbach: Deutschland hilft bei Versorgung von Schwerverletzten in der Ukraine

Lauterbach: Deutschland hilft bei Versorgung von Schwerverletzten in der Ukraine


Lauterbach: Deutschland hilft bei Versorgung von Schwerverletzten in der Ukraine
Lauterbach: Deutschland hilft bei Versorgung von Schwerverletzten in der Ukraine / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Deutschland wird sich nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) intensiv bei der Versorgung von Verletzten in der Ukraine engagieren. "Wir bieten an Hilfe bei Prothesen, Hilfe bei Brandverletzungen, wir wollen telemedizinische Versorgung anbieten", sagte Lauterbach, der am Freitag auf dem Weg in die Ukraine war, im ARD-"Morgenmagazin.

Textgröße ändern:

Zehntausende Verletzte könnten in der Ukraine nicht so gut versorgt werden, weil auch Gesundheitseinrichtungen täglich bombardiert würden. Deshalb biete Deutschland ein Hilfspaket an.

Hier sei "so viel Elend durch diesen barbarischen Angriffskrieg entstanden, so viele verletzte Menschen, die vor Ort versorgt werden müssen". Er sei daher auch mit einem Team von Chirurgen und Spezialisten unterwegs, um bei der Versorgung von Schwerverletzten mit Brandwunden zu helfen. Zudem hätten viele Kinder und Erwachsene Gliedmaßen verloren. Deutschland wolle daher bei der prothetischen Versorgung helfen und auch dafür sorgen, dass die Ukraine regelmäßig telemedizinische Unterstützung bei schweren Eingriffen bekomme, sagte der Gesundheitsminister.

Die Reise findet demnach auf Einladung des ukrainischen Gesundheitsministers statt. Kritik an der Zurückhaltung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hinsichtlich eines Besuchs in Kiew wies Lauterbach erneut zurück. Dieser habe immer gesagt, wenn er reisen sollte, wolle er etwas Konkretes anbieten können. "Und somit reise ich auch in seinem Namen", betonte Lauterbach.

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) sei derzeit in der Ukraine unterwegs. Er helfe bei der Ernährungsversorgung in dem Land. "Wir machen hier eine humanitäre Initiative im Namen der gesamten Bundesregierung, auch im Namen von Olaf Scholz."

O.Jonstone--EWJ

Empfohlen

Krankenkassenverbände: Angebot qualitätsgeprüfter Präventionskurse wächst

Das Angebot qualitätsgeprüfter Präventionskurse der Krankenkassen ist gewachsen. 2025 wurden von der Zentralen Prüfstelle Prävention rund 4500 mehr Kursangebote zertifiziert als im Vorjahr, wie die Verbände der Krankenkassen am Mittwoch mitteilten. Insgesamt wurden in dem Jahr 45.000 Präventionsangebote und rund 6000 neue Kursleitungen zertifiziert.

Krankenkasse: Ein Drittel von Beschäftigten kann nicht von Arbeit abschalten

Einer Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge kann ein Drittel der Beschäftigten nicht von der Arbeit abschalten. 42 Prozent fühlen sich oft abgearbeitet und verbraucht, wie die TK in ihrem am Mittwoch in Hamburg veröffentlichten sogenannten Stressreport mitteilte. Rund ein Viertel schafft es auch im Urlaub nicht, richtig abzuschalten. Bei 29 Prozent leide das Sozialleben - Familie und Freunde kämen zu kurz.

Hausärzteverband warnt Koalition vor Abschaffung der telefonischen Krankschreibung

In der Debatte um die Höhe des Krankenstandes in Deutschland haben die Hausärzte die Bundesregierung vor einer Abschaffung der telefonischen Krankschreibung gewarnt. "Alle bisherigen Auswertungen der Krankenkassen bestätigen, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu einem höheren Missbrauch bei Krankschreibungen führt", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). "Wer die telefonische Krankschreibung abschafft, der trägt die Verantwortung dafür, dass sich in Zukunft wieder unzählige Patientinnen und Patienten ohne Not in die Praxen schleppen müssen", mahnte der Mediziner.

"Hoch unanständig": DGB-Chefin kritisiert Debatte um Krankmeldungen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat scharfe Kritik an der Debatte um den möglichen Missbrauch telefonischer Krankschreibungen geübt. Es sei "hoch unanständig, in welchem Ausmaß krank gemeldete Beschäftigte unter Generalverdacht gestellt werden, als wären sie Drückeberger und Faulenzer", sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi am Dienstag in Berlin.

Textgröße ändern: