English Woman's Journal - Zahl stationärer Klinikbehandlungen wegen Depressionen steigt erneut an

Zahl stationärer Klinikbehandlungen wegen Depressionen steigt erneut an


Zahl stationärer Klinikbehandlungen wegen Depressionen steigt erneut an
Zahl stationärer Klinikbehandlungen wegen Depressionen steigt erneut an / Foto: Matthias Balk - dpa/AFP/Archiv

Die Zahl stationärer Krankenhausbehandlungen wegen Depressionen ist das dritte Jahr in Folge gestiegen. 2023 erhöhte sie sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf etwas mehr als 261.000, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Sie lag damit aber weiter unter dem Niveau vor der Coronapandemie. 2019 waren es rund 264.000 Fälle gewesen.

Textgröße ändern:

61 Prozent der wegen Depressionen stationär behandelten Klinikpatienten waren demnach Frauen. Depressionen machten mit 25 Prozent insgesamt den größten Anteil an stationären Krankenhausaufenthalten wegen psychischer Erkrankungen aus. Mit einem Anteil von 22 Prozent oder knapp 233.000 Fällen folgten alkoholbedingte psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen.

Im längerfristigen Vergleich stieg die Zahl der stationären Klinikbehandlungen wegen Depressionen nach Angaben des Bundesamts deutlich an. In den 20 Jahren zwischen 2003 und 2023 erhöhte sie sich laut offiziellen Zahlen um annähernd 77 Prozent. 2003 waren noch knapp 148.000 Behandlungen gezählt worden.

T.Wright--EWJ

Empfohlen

Ärztinnen-Netzwerk fordert zum Frauentag geschlechtsspezifische Medizinforschung

In der Gesundheitsforschung sollte nach Auffassung von Ärztinnen systematisch zwischen den Geschlechtern differenziert werden. Das fordert das Frauennetzwerk im Ärzteverband Hartmannbund anlässlich des internationalen Frauentags, der am Sonntag begangen wird. "Gleichbehandlung ist nicht automatisch eine gerechte oder wirksame Behandlung", erklärte die Sprecherin des Netzwerks, Iris Illing.

Private Krankenversicherung darf Arztrechnungen nicht für Vorsorgeprogramme auswerten

Eine private Krankenversicherung darf die eingereichten Arztrechnungen nicht ohne das Einverständnis der Versicherten analysieren, um so potenzielle Teilnehmer für Vorsorgeprogramme zu finden. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Freitag und verwies auf den hohen Schutz für sensible Gesundheitsdaten. Zuvor hatte der Datenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz die Versicherung verwarnt. (Az. 6 C 7.24)

Arbeitgeber warnen vor Aufweichen von Krankenhausreform

Der Arbeitgeberverband BDA warnt vor einem Aufweichen der Ende 2024 beschlossenen Krankenhausreform. "Mit der weiteren Verwässerung der Krankenhausreform verschließt die Politik die Augen vor den Anpassungsnotwendigkeiten im stationären Bereich", erklärte Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter am Freitag in Berlin. "Länder und Krankenhäuser glauben Gewinner zu sein - Verlierer sind die Patienten und die Beitragszahler", kritisierte er mit Blick auf Änderungen des Reformgesetzes, die der Bundestag am Vormittag beschließen soll.

Bundestag entscheidet über Änderungen an Krankenhausreform

Der Bundestag berät am Freitag (Plenarsitzung ab 09.00 Uhr) abschließend über Änderungen an der Ende 2024 beschlossenen Krankenhausreform. Dabei geht es unter anderem um mehr Mitspracherechte für die Länder sowie Fristverlängerungen und zusätzliche Ausnahmeregeln insbesondere für kleinere Kliniken im ländlichen Raum. Zudem wird der Kostenanteil des Bundes zugunsten der Länder erhöht.

Textgröße ändern: