English Woman's Journal - Dänischer Pharmakonzern Novo Nordisk: Abnehmspritze sorgt weiter für Gewinne

Dänischer Pharmakonzern Novo Nordisk: Abnehmspritze sorgt weiter für Gewinne


Dänischer Pharmakonzern Novo Nordisk: Abnehmspritze sorgt weiter für Gewinne
Dänischer Pharmakonzern Novo Nordisk: Abnehmspritze sorgt weiter für Gewinne / Foto: JOEL SAGET - AFP

Die hohe Nachfrage nach Abnehmspritzen wie Wegovy hat dem dänischen Pharmakonzern Novo Nordisk im zweiten Quartal weiter steigende Gewinne beschert. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Kopenhagen mitteilte, stieg der Gewinn im Jahresvergleich leicht um drei Prozent auf 20 Milliarden Kronen (2,68 Milliarden Euro). Das Wachstum fiel geringer aus als erwartet, weil ein neues Bluthochdruckmedikament in klinischen Tests durchfiel.

Textgröße ändern:

Das kostete Novo Nordisk 5,7 Milliarden Kronen. Der Umsatz des wertvollsten Unternehmens Europas stieg von April bis Juni um ein Viertel auf 68 Milliarden Kronen. Der Pharmakonzern hob seinen Ausblick für das laufende Jahr deshalb erneut an und rechnet nun mit einem Umsatzanstieg von 22 bis 28 Prozent. Zuvor waren es 19 bis 27 Prozent gewesen.

Novo Nordisk vertreibt die Medikamente Ozempic und Wegovy, die den Wirkstoff Semaglutid enthalten. Ozempic wird Menschen mit Diabetes verschrieben, Wegovy ist konkret als Abnehmmittel zugelassen. Um die Mittel ist ein regelrechter Hype entstanden, auch Prominente erklärten, auf die Medikamente zurückzugreifen, um schnell Abnehmerfolge zu erzielen.

R.Wilson--EWJ

Empfohlen

Ärztinnen-Netzwerk fordert zum Frauentag geschlechtsspezifische Medizinforschung

In der Gesundheitsforschung sollte nach Auffassung von Ärztinnen systematisch zwischen den Geschlechtern differenziert werden. Das fordert das Frauennetzwerk im Ärzteverband Hartmannbund anlässlich des internationalen Frauentags, der am Sonntag begangen wird. "Gleichbehandlung ist nicht automatisch eine gerechte oder wirksame Behandlung", erklärte die Sprecherin des Netzwerks, Iris Illing.

Private Krankenversicherung darf Arztrechnungen nicht für Vorsorgeprogramme auswerten

Eine private Krankenversicherung darf die eingereichten Arztrechnungen nicht ohne das Einverständnis der Versicherten analysieren, um so potenzielle Teilnehmer für Vorsorgeprogramme zu finden. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Freitag und verwies auf den hohen Schutz für sensible Gesundheitsdaten. Zuvor hatte der Datenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz die Versicherung verwarnt. (Az. 6 C 7.24)

Arbeitgeber warnen vor Aufweichen von Krankenhausreform

Der Arbeitgeberverband BDA warnt vor einem Aufweichen der Ende 2024 beschlossenen Krankenhausreform. "Mit der weiteren Verwässerung der Krankenhausreform verschließt die Politik die Augen vor den Anpassungsnotwendigkeiten im stationären Bereich", erklärte Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter am Freitag in Berlin. "Länder und Krankenhäuser glauben Gewinner zu sein - Verlierer sind die Patienten und die Beitragszahler", kritisierte er mit Blick auf Änderungen des Reformgesetzes, die der Bundestag am Vormittag beschließen soll.

Bundestag entscheidet über Änderungen an Krankenhausreform

Der Bundestag berät am Freitag (Plenarsitzung ab 09.00 Uhr) abschließend über Änderungen an der Ende 2024 beschlossenen Krankenhausreform. Dabei geht es unter anderem um mehr Mitspracherechte für die Länder sowie Fristverlängerungen und zusätzliche Ausnahmeregeln insbesondere für kleinere Kliniken im ländlichen Raum. Zudem wird der Kostenanteil des Bundes zugunsten der Länder erhöht.

Textgröße ändern: