English Woman's Journal - Ehefrau des syrischen Machthabers Assad an Leukämie erkrankt

Ehefrau des syrischen Machthabers Assad an Leukämie erkrankt


Ehefrau des syrischen Machthabers Assad an Leukämie erkrankt
Ehefrau des syrischen Machthabers Assad an Leukämie erkrankt / Foto: - - SANA/AFP/Archiv

Die Ehefrau des syrischen Machthabers Baschar al-Assad ist nach Angaben des Büros des Präsidenten an Blutkrebs erkrankt. Nach einer Reihe von medizinischen Untersuchungen sei bei Asma al-Assad eine akute myeloische Leukämie diagnostiziert worden, hieß es am Dienstag in einer Erklärung. Um Infektionen zu vermeiden, werde sich die Mutter von drei Kindern einer speziellen Behandlung unterziehen und keine öffentlichen Termine wahrnehmen.

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Im Jahr 2019 hatte die heute 48-jährige Asma al-Assad erklärt, nach einer einjährigen Behandlung von einer Brustkrebserkrankung genesen zu sein.

Die 1975 in Großbritannien geborene ehemalige Investmentbankerin galt vor dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 als Verfechterin fortschrittlicher Rechte und als das moderne Gesicht der Assad-Dynastie. In einer Titelgeschichte des US-Magazins "Vogue" wurde Asma al-Assad einst als "Rose in der Wüste" bezeichnet.

Angesichts ihres Schweigens zu der gewaltsamen Niederschlagung pro-demokratischer Proteste in Syrien geriet die Frau des Machthabers jedoch in die Kritik. Seit dem zunächst friedlichen Protest von 2011, aus dem sich ein Bürgerkrieg entwickelte, wurden in dem Land mehr als eine halbe Million Menschen getötet.

Asma al-Assad ist Gründerin der Wohltätigkeitsorganisation Syria Trust for Development mit Sitz in Damaskus, eine der wenigen Organisationen, die in von der Regierung kontrollierten Gebieten arbeiten dürfen. Laut einem Bericht des Online-Wirtschaftsmagazins "Syria Report" ist der humanitäre Bereich in Syrien insbesondere für Menschen wie Asma al-Assad profitabel geworden.

Gegen die Ehefrau des syrischen Machthabers und weitere Mitglieder und Anhänger der Präsidentenfamilie wurden 2020 von den USA Sanktionen verhängt. Der damalige US-Außenminister Mike Pompeo warf Asma al-Assad vor, mit der Unterstützung ihres Mannes zu einer der "berüchtigsten Kriegsgewinnlerinnen" in Syrien geworden zu sein.

L.Scott--EWJ

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