English Woman's Journal - Praxis-Warnstreik am Donnerstag: Hausärzte erwarten Auswirkung auf Patienten

Praxis-Warnstreik am Donnerstag: Hausärzte erwarten Auswirkung auf Patienten


Praxis-Warnstreik am Donnerstag: Hausärzte erwarten Auswirkung auf Patienten
Praxis-Warnstreik am Donnerstag: Hausärzte erwarten Auswirkung auf Patienten / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Hausärztinnen und Hausärzte erwarten wegen des für Donnerstag geplanten Warnstreiks des Praxispersonals Auswirkungen für die Patienten. Die Patienten sollen "wenn möglich vorab ihre Hausarztpraxis kontaktieren", um sich über die Lage zu informieren und gegebenenfalls den Termin zu verschieben, sagte die Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverband, Nicola Buhlinger-Göpfarth, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Die Akutversorgung werde aber gewährleistet.

Textgröße ändern:

Die Ärztevertreterin zeigte Verständnis für den geplanten Warnstreik der medizinischen Fachangestellten. "Durch ihren unermüdlichen Einsatz halten sie unsere Praxen nicht nur am Laufen, sie spielen auch in der Patientenversorgung eine immer zentralere Rolle", sagte Buhlinger-Göpfarth. Es sei deswegen "nur nachvollziehbar", wenn der Branchenverband des Praxispersonals (vmf) "immer lauter auf eine zeitnahe finanzielle Stärkung der Praxisteams pocht".

Wichtig sei es nun, dass die Praxisinhaber in die Lage versetzt werden, das Personal besser zu bezahlen. Dies sei "angesichts des wachsenden Kostendrucks auf die Praxen einfach nicht umsetzbar", sagte die Verbandsvorsitzende zu AFP. "Hier braucht es dringend ein Umdenken bei Krankenkassen und Politik."

Buhlinger-Göpfarth sprach von einer personelle Situation, die in vielen Hausarztpraxen "extrem angespannt" sei. Umso wichtiger sei es, dass Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die versprochenen Reformen zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung "nicht nur ankündigt, sondern endlich auch in die Wege leitet".

Zu dem Warnstreik am Donnerstag hatte der Verband medizinischer Fachberufe (vmf) aufgerufen. Der Aufruf richtete sich an die bundesweit 330.000 medizinischen Fachangestellten, Arzthelferinnen und Arzthelfern sowie Auszubildenden.

Ziel ist es laut vmf, den Druck auf die Arbeitgeberseite zu verstärken und grundlegende Verbesserungen beim Gehalt zu erzielen. Den Angaben zufolge ist der Warnstreik ein Novum in der 60-jährigen Geschichte des Verbands.

P.Munro--EWJ

Empfohlen

AfD scheitert mit Organklage gegen frühere 2G+-Regelung in Bundestag

Das Bundesverfassungsgericht hat eine Organklage von AfD-Vertretern gegen die während der Coronapandemie im Januar 2022 geltende sogenannte 2G+-Regelung im Bundestag verworfen. Die Maßnahme sei "zur Sicherung der Arbeits- und Funktionsfähigkeit" des Parlaments seinerzeit gerechtfertigt gewesen, entschied das Gericht in seinem am Mittwoch in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss. Zwei mit der Organklage verbundene Eilanträge hatte das Bundesverfassungsgericht bereits 2022 verworfen. (Az. 2 BvE 1/22)

"Routinemäßiger Eingriff": Wirtschaftsministerin Reiche wird in Sommerpause operiert

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nutzt die parlamentarische Sommerpause für mindestens eine Operation. "Ministerin Reiche wird sich in der Sommerpause mindestens einem medizinischen routinemäßigen Eingriff unterziehen", teilte ihre Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mit. Eigentlich sei der Eingriff bereits für die Osterzeit geplant gewesen, die Ministerin habe sie jedoch "wegen der intensiven Regierungsarbeit verschoben". Einzelheiten zu dem geplanten Eingiff nannte die Sprecherin nicht.

Spanien will Rauchen auf öffentlichen Terrassen und Stränden verbieten

Die spanische Regierung hat einen Gesetzentwurf für ein Rauchverbot in öffentlichen Außenbereichen wie Café- und Restaurantterrassen, Parks und Stränden beschlossen. Ziel des Gesetzes sei es, das bereits geltende Rauchverbot für Innenräumen auszuweiten, "um die öffentliche Gesundheit besser zu schützen und auf eine tabakfreie Generation hinzuwirken", sagte Gesundheitsministerin Mónica García nach der Billigung des Entwurfs durch das Kabinett am Dienstag vor Journalisten.

Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 preisbereinigt um 3,9 Prozent gestiegen

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind 2024 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 3,9 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden unter Verweis auf erstmalige entsprechende Berechnungen mit. Nominal - also in jeweiligen Preisen - waren sie im Vorjahresvergleich um 7,6 Prozent gestiegen. Insgesamt hatten die Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 bei 538,2 Milliarden Euro gelegen.

Textgröße ändern: