English Woman's Journal - Abnehmspritzen-Hersteller Novo Nordisk übernimmt US-Pharmakonzern Catalent

Abnehmspritzen-Hersteller Novo Nordisk übernimmt US-Pharmakonzern Catalent


Abnehmspritzen-Hersteller Novo Nordisk übernimmt US-Pharmakonzern Catalent
Abnehmspritzen-Hersteller Novo Nordisk übernimmt US-Pharmakonzern Catalent / Foto: SEBASTIEN BOZON - AFP/Archiv

Der für seine Abnehmspritzen bekannte dänischen Pharmariese Novo Nordisk will für 16,5 Milliarden Dollar (rund 15,3 Milliarden Euro) das US-Pharmaunternehmen Catalent übernehmen. Der Novo-Nordisk-Mutterkonzern Novo Holdings will für die Übernahme 63,50 Dollar pro Catalent-Aktie zahlen, ein Aufschlag von 16,5 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs vom vergangenen Freitag, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten.

Textgröße ändern:

Catalent betreibt nach eigenen Angaben weltweit mehr als 50 Werke, in denen fast 8000 verschiedene Medizinprodukte hergestellt und abgefüllt werden, und beschäftigt fast 18.000 Mitarbeiter. Mit der Übernahme des US-Unternehmens will Novo Nordisk unter anderem seine Produktionskapazitäten ausbauen. Die Übernahme, die noch von Aufsichtsbehörden und den Catalent-Aktionären abgesegnet werden muss, soll bis Jahresende über die Bühne gehen.

Novo Nordisk stellt unter anderem das Diabetes-Mittel Ozempic her, das als Abnehmspritze sehr populär ist. Außerdem hat der dänische Pharmariese Wegovy auf den Markt gebracht, das den selben Wirkstoff wie Ozempic in anderer Dosierung enthält und von den US-Behörden zur Behandlung von Fettleibigkeit zugelassen wurde.

Dank des guten Geschäfts mit diesen Medikamenten ist der Gewinn von Novo Nordisk im vergangenen Jahr um 51 Prozent gestiegen. Ebenfalls im vergangenen Jahr war Novo Nordisk zu Europas wertvollstem Unternehmen aufgestiegen. Allerdings hat der Konzern Probleme, die große Nachfrage nach seinen Mitteln zu bedienen - und investiert deswegen in den Ausbau von Produktionskapazitäten.

S.Smith--EWJ

Empfohlen

Erster Ebola-Fall in Nigeria: Gefährlicher Bundibugyo-Virusstamm nachgewiesen

Der erste bestätigte Ebola-Fall in Nigeria geht laut den Gesundheitsbehörden auf den Bundibugyo-Virusstamm zurück, der bereits die aktuelle Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo verursacht hat. Zur Absicherung der Diagnose seien drei Molekulartests vorgenommen worden, sagte Olajumoke Babatunde, Direktorin der öffentlichen Labordienste am Nigerianischen Zentrum für Seuchenkontrolle und Prävention (NCDC), am Mittwoch im Anschluss an eine Dringlichkeitssitzung.

Ebola-Epidemie: Nigeria meldet ersten Fall

In der Ebola-Epidemie in Zentralafrika hat nun auch Nigeria einen ersten Fall gemeldet. Eine unlängst per Flugzeug aus Uganda eingereiste Frau sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas am Dienstag mit. Dort sei sie mehrere Tage behandelt worden, bevor sich die Diagnose bestätigt habe. Die Regierung forderte alle Gesundheitseinrichtungen des Landes zu "höchster Alarmbereitschaft" auf.

Kassenärzte sagen deutlich längere Termin-Wartezeiten ab 2027 voraus

Die Kassenärzte in Deutschland erwarten, dass gesetzlich Versicherte ab kommendem Jahr deutlich länger auf einen Arzttermin als bisher warten müssen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, verwies dazu in der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe) auf die Kürzung von Mitteln für die ambulante Versorgung. Dadurch seien "mehr als 50 Millionen Termine" gestrichen worden. Die Terminnot werde sich daher weiter verschärfen, sagte Gassen.

Facharzttermine: Koalition will bei Wartezeiten für Kassenpatienten handeln

Die schwarz-rote Koalition will bei der Vergabe von Facharztterminen an gesetzlich Versicherte mehr Gerechtigkeit schaffen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) kündigte am Wochenende Vorschläge von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) an, die für kürzere Wartezeiten sorgen sollen. Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Oliver Blatt, kritisierte die bisherige Bevorzugung von Privatpatienten als "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Textgröße ändern: