English Woman's Journal - TK: Neuer Rekordwert bei Krankenstand im ersten Halbjahr

TK: Neuer Rekordwert bei Krankenstand im ersten Halbjahr


TK: Neuer Rekordwert bei Krankenstand im ersten Halbjahr
TK: Neuer Rekordwert bei Krankenstand im ersten Halbjahr / Foto: STEFANIE LOOS - AFP/Archiv

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat ein neues Rekordhoch beim Krankenstand im ersten Halbjahr gemeldet. Im Schnitt war jeder bei der Kasse versicherte Erwerbstätige zwischen Januar und Juni 9,5 Tage krankgeschrieben - nach durchschnittlich 9,1 Tagen im ersten Halbjahr 2022, wie die TK am Freitag in Hamburg mitteilte. Hauptgrund waren die Grippe und Erkältungskrankheiten.

Textgröße ändern:

TK-Chef Jens Baas vermutet nach der Pandemie Nachholeffekte bei den Infektionskrankheiten. Eine andere Erklärung könnte demnach sein, dass Beschäftigte sensibler mit Erkrankungen umgehen, um Kolleginnen und Kollegen nicht anzustecken.

Den zweithöchsten Anteil der Fehltage im ersten Halbjahr machten Krankschreibungen aufgrund psychischer Diagnosen aus - mit durchschnittlich 1,74 Fehltagen je Erwerbsperson. Auf Platz drei folgten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie zum Beispiel Rückenschmerzen mit 1,36 Fehltagen.

In den Vorjahren lagen die krankheitsbedingten Fehltage am Arbeitsplatz bei TK-Versicherten insgesamt noch deutlich niedriger - 2021 waren es im Schnitt 6,8 Fehltage je Arbeitnehmer, 2020 acht Tage und 2019 7,8 Tage.

M.Campbel--EWJ

Empfohlen

Klage gegen Astrazeneca: BGH stärkt Auskunftsrechte nach vermuteten Impfschäden

Der Fall eines vermuteten Impfschadens nach einer Coronaimpfung in Rheinland-Pfalz muss neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe stärkte am Montag in einem Urteil die Rechte von Patienten auf Auskunft von Pharmaunternehmen. Eine Frau klagte, die nach der Impfung einen Hörsturz erlitt. Ob das ein Impfschaden war und ob ihr womöglich Schadenersatz zusteht, ist noch unklar - sie kann nun aber voraussichtlich leichter an Informationen kommen. (Az. VI ZR 335/24)

Studie: Früherkennung trägt zu sinkenden Brustkrebssterberaten in Europa bei

Früherkennungsuntersuchungen tragen zu sinkenden Brustkrebssterberaten in Europa bei. Nach Einführung des Mammografiescreenings wurden deutlich mehr frühe, besser behandelbare und weniger fortgeschrittene Tumoren entdeckt, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) am Montag in Heidelberg mitteilte.

KKH: Vier Millionen leiden an wiederkehrenden Depressionen - starker Anstieg

Die Zahl der Menschen mit wiederkehrenden Depressionen ist nach einer Analyse der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) stark gestiegen. Mediziner diagnostizierten im Jahr 2024 bei rund 4,2 Millionen Menschen in Deutschland wiederholte Depressionen, wie eine am Montag in Hannover veröffentlichte Hochrechnung der Krankenkasse zeigt. Frauen seien dabei doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Ärztinnen-Netzwerk fordert zum Frauentag geschlechtsspezifische Medizinforschung

In der Gesundheitsforschung sollte nach Auffassung von Ärztinnen systematisch zwischen den Geschlechtern differenziert werden. Das fordert das Frauennetzwerk im Ärzteverband Hartmannbund anlässlich des internationalen Frauentags, der am Sonntag begangen wird. "Gleichbehandlung ist nicht automatisch eine gerechte oder wirksame Behandlung", erklärte die Sprecherin des Netzwerks, Iris Illing.

Textgröße ändern: