English Woman's Journal - KKH-Studie: Dauerstress als Risiko für Herzerkrankungen

KKH-Studie: Dauerstress als Risiko für Herzerkrankungen


KKH-Studie: Dauerstress als Risiko für Herzerkrankungen
KKH-Studie: Dauerstress als Risiko für Herzerkrankungen / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Herzerkrankungen sind keine reine Alterserscheinung, sondern können wegen Stress auch schon in jüngeren Jahren zum Problem werden. Inzwischen erhält durchschnittlich jeder zehnte Herzpatient eine Stressdiagnose, wie eine am Mittwoch in Hannover veröffentlichte Studie der Kaufmännischen Krankenkasse KKH zeigt. Bei KKH-Versicherten im berufstätigen Alter zwischen 25 und 64 Jahren ist es demnach sogar jeder Siebte.

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Chronischer Stress und große psychische Belastungen steigern demnach das Risiko für einen hohen Blutdruck und die Entwicklung weiterer Herzerkrankungen. Das gelte auch für jüngere Patienten ohne Vorerkrankungen.

Nach den Daten der Ersatzkasse ist bei Versicherten mit Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße wie beispielsweise Bluthochdruck, Angina Pectoris und Herz-Rhythmusstörungen der Anteil der Patienten mit stressbedingten psychischen Leiden um rund ein Viertel höher als im Allgemeinen. Zu diesen seelischen Krankheitsbildern zählen akute Belastungsreaktionen, depressive Reaktionen sowie Neurasthenie, die mit extremer Antriebslosigkeit und geistiger Erschöpfung einhergeht.

Dabei stieg der Studie zufolge der Anteil der stressgeplagten Herzpatienten in den vergangenen Jahren deutlich. Während Herz-Kreislauf-Erkrankungen ganz allgemein von 2011 bis 2021 um rund 17 Prozent zunahmen, fällt der Anstieg von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zuzüglich der genannten psychischen Diagnosen im selben Zeitraum mit rund 35 Prozent mehr als doppelt so hoch aus.

Wie eine Forsa-Umfrage für die KKH zeigt, fühlen sich 18- bis 49-Jährige öfter gestresst als 50- bis 70-Jährige. Entsprechend nehmen Jüngere auch häufiger Beschwerden wahr, die sie auf Stress und hohen Druck zurückführen. Auf Platz eins stehen Unruhe, Nervosität oder Gereiztheit. Bei rund zwei Dritteln der Befragten (64 Prozent) zeigen sich diese Symptome in stressigen Situationen. Fast ebenso viele (62 Prozent) fühlen sich unter Druck müde oder haben Schlafstörungen.

59 Prozent sagen, sie seien erschöpft und ausgebrannt. Der Mehrheit der Befragten schlägt der Stress darüber hinaus auf die Seele. So sind etwa niedergedrückte Stimmungen und Depressionen bei rund jedem Dritten die Folge. Jeder Sechste leidet unter stressbedingten Angstzuständen. Forsa befragte im Mai 1004 Menschen zwischen 18 und 70 Jahren.

T.Burns--EWJ

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