English Woman's Journal - Bewusstsein für Gendermedizin in Bevölkerung vergleichsweise gering

Bewusstsein für Gendermedizin in Bevölkerung vergleichsweise gering


Bewusstsein für Gendermedizin in Bevölkerung vergleichsweise gering
Bewusstsein für Gendermedizin in Bevölkerung vergleichsweise gering / Foto: Fred TANNEAU - AFP/Archiv

Frauen und Männer zeigen bei Krankheiten unterschiedliche Symptome und müssen entsprechend anders behandelt werden. Das Bewusstsein für die sogenannte Gendermedizin ist in der Bevölkerung allerdings vergleichsweise gering, wie eine am Dienstag in Köln veröffentlichte Umfrage des Versicherungskonzerns Axa zeigt. Mit 49 Prozent glaubt nur knapp jeder Zweite, dass das Geschlecht bei der Behandlung relevant ist. Unter den befragten Hausärztinnen und Hausärzten sind dies 96 Prozent.

Textgröße ändern:

Mit 73 Prozent sagen knapp drei Viertel der befragten Ärzte, dass das Geschlecht auch bei der Behandlung von Herzkreislauferkrankungen wie einem Herzinfarkt eine Rolle spielt. In der Gesamtbevölkerung stimmen dem lediglich 21 Prozent zu.

Zugleich gibt mit 20 Prozent jeder fünfte der niedergelassenen Allgemeinmediziner und Internisten an, dass sie bei der Verschreibung und Vergabe von Medikamenten nie geschlechtsabhängig entscheiden. 73 Prozent machen das manchmal, aber nur bei bestimmten Krankheitsbildern oder Medikamenten. Lediglich sechs Prozent berücksichtigen bei der Medikation immer oder fast immer das Geschlecht.

Für die Umfrage unter der Bevölkerung befragte das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von AXA im März 2040 Menschen. Für die Ärzteumfrage befragte das Marktforschungsunternehmen DocCheck Insights im Februar 300 niedergelassene Mediziner mit dem Fachgebiet Allgemeinmedizin und innere Medizin.

B.Mclean--EWJ

Empfohlen

AfD scheitert mit Organklage gegen frühere 2G+-Regelung in Bundestag

Das Bundesverfassungsgericht hat eine Organklage von AfD-Vertretern gegen die während der Coronapandemie im Januar 2022 geltende sogenannte 2G+-Regelung im Bundestag verworfen. Die Maßnahme sei "zur Sicherung der Arbeits- und Funktionsfähigkeit" des Parlaments seinerzeit gerechtfertigt gewesen, entschied das Gericht in seinem am Mittwoch in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss. Zwei mit der Organklage verbundene Eilanträge hatte das Bundesverfassungsgericht bereits 2022 verworfen. (Az. 2 BvE 1/22)

"Routinemäßiger Eingriff": Wirtschaftsministerin Reiche wird in Sommerpause operiert

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nutzt die parlamentarische Sommerpause für mindestens eine Operation. "Ministerin Reiche wird sich in der Sommerpause mindestens einem medizinischen routinemäßigen Eingriff unterziehen", teilte ihre Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mit. Eigentlich sei der Eingriff bereits für die Osterzeit geplant gewesen, die Ministerin habe sie jedoch "wegen der intensiven Regierungsarbeit verschoben". Einzelheiten zu dem geplanten Eingiff nannte die Sprecherin nicht.

Spanien will Rauchen auf öffentlichen Terrassen und Stränden verbieten

Die spanische Regierung hat einen Gesetzentwurf für ein Rauchverbot in öffentlichen Außenbereichen wie Café- und Restaurantterrassen, Parks und Stränden beschlossen. Ziel des Gesetzes sei es, das bereits geltende Rauchverbot für Innenräumen auszuweiten, "um die öffentliche Gesundheit besser zu schützen und auf eine tabakfreie Generation hinzuwirken", sagte Gesundheitsministerin Mónica García nach der Billigung des Entwurfs durch das Kabinett am Dienstag vor Journalisten.

Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 preisbereinigt um 3,9 Prozent gestiegen

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind 2024 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 3,9 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden unter Verweis auf erstmalige entsprechende Berechnungen mit. Nominal - also in jeweiligen Preisen - waren sie im Vorjahresvergleich um 7,6 Prozent gestiegen. Insgesamt hatten die Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 bei 538,2 Milliarden Euro gelegen.

Textgröße ändern: