English Woman's Journal - Bericht: Beitragsschulden bei Sozialversicherungen stark gewachsen

Bericht: Beitragsschulden bei Sozialversicherungen stark gewachsen


Bericht: Beitragsschulden bei Sozialversicherungen stark gewachsen
Bericht: Beitragsschulden bei Sozialversicherungen stark gewachsen / Foto: FRANCK FIFE - AFP/Archiv

Die Beitragsschulden in den gesetzlichen Sozialversicherungen haben einem Bericht zufolge in der Zeit der Corona-Pandemie deutlich zugenommen und sind erstmals über die Marke von 20 Milliarden Euro gestiegen. Wie die RND-Zeitungen am Montag aus Statistiken des Bundesamtes für Soziale Sicherung (BAS) berichteten, betrugen die Beitragsrückstände bei der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung Stand Ende Januar zusammen 20,1 Milliarden Euro.

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Ende 2019 – also im Jahr vor der Pandemie – seien es noch knapp 17,3 Milliarden Euro gewesen. Den größten Schulden-Zuwachs gab es demnach in der Krankenversicherung – und hier insbesondere bei der Personengruppe, zu der unter anderem Selbstständige und Studierende gehören. Hier stiegen die Schulden seit 2019 von neun auf 11,4 Milliarden Euro, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) weiter berichtete.

Der Anstieg dürfte sehr stark mit den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu tun haben. So hätten insbesondere Selbstständige ihre Beiträge nicht zahlen können. Sie waren in der Regel stärker von den Beschränkungen in der Corona-Pandemie betroffen als angestellte Beschäftigte, für die es bei Schließungen zum Beispiel Kurzarbeitergeld gab.

Besonders kritisch sind Beitragsschulden dem Bericht zufolge in der Krankenversicherung, weil die Leistungen ab einem Zahlungsrückstand von zwei Monaten auf reine Notfallbehandlungen eingeschränkt werden. Da in Deutschland seit 2007 eine Pflicht zur Krankenversicherung besteht, müssen auch stets alle geschuldeten Beiträge in voller Höhe nachgezahlt werden.

In der privaten Krankenversicherung gab es ähnliche Auswirkungen offenbar nicht. Zwar habe die Zahl derjenigen, die wegen Beitragsschulden in den sogenannten Notlagentarif rutschten, zuletzt leicht zugenommen. Sie stieg dem Bericht zufolge Ende 2022 nach vorläufigen Zahlen des PKV-Verbands auf 84.100 von 83.500 im Jahr zuvor. Im Vergleich mit dem Vor-Pandemie-Jahr 2019 ergebe sich unterm Strich aber ein deutlicher Rückgang: Damals seien 97.100 Menschen im Notlagentarif versichert gewesen.

B.Mclean--EWJ

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