English Woman's Journal - KKH: Weniger Jugendliche müssen wegen Alkoholrauschs im Krankenhaus behandelt werden

KKH: Weniger Jugendliche müssen wegen Alkoholrauschs im Krankenhaus behandelt werden


KKH: Weniger Jugendliche müssen wegen Alkoholrauschs im Krankenhaus behandelt werden
KKH: Weniger Jugendliche müssen wegen Alkoholrauschs im Krankenhaus behandelt werden / Foto: Christophe SIMON - AFP/Archiv

Erneut haben weniger Jugendliche in Deutschland wegen eines Alkoholrauschs im Krankenhaus behandelt werden müssen. Der Trend der Vorjahre habe sich 2021 fortgesetzt, teilte die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) am Mittwoch in Hannover mit. Im zweiten Jahr der Pandemie seien 6,8 Prozent weniger männliche Jugendliche und 8,4 Prozent weniger weibliche Jugendliche mit Alkoholvergiftungen in Krankenhäuser gebracht worden.

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Vor Beginn der Pandemie war der Rückgang jedoch größer. Zwischen 2019 und 2020 sank die Zahl bei beiden Geschlechtern um über 30 Prozent. 2021 wurden rund elftausend Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren wegen eines akuten Alkoholrauschs stationär behandelt. Im Vorjahr waren es noch rund eintausend mehr. Die Krankenkasse wertete für die Statistik anonyme Daten von 111.000 Versicherten im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren aus.

"Diese Entwicklung ist erfreulich", erklärte Franziska Klemm von der KKH. Bei der Prävention dürfe jedoch nicht nachgelassen werden. Der neue Rückgang an Krankenhauseinweisungen bedeute nicht, dass Jugendliche sei Pandemiebeginn weniger Alkohol tränken. Die Zahl der deswegen ambulant behandelten Jugendlichen stieg 2021 bei jungen Männern um 18,7 Prozent und bei jungen Frauen um 5,9 Prozent an. Zu Beginn der Pandemie waren die Quoten noch gesunken.

Ein möglicher Grund für den Anstieg der ambulanten Behandlungen seien die zunehmenden Möglichkeiten für Partys und Konzerte. In den Lockdownphasen habe es diese nicht gegeben. "Wenn Jugendliche Alkohol trinken, spielen Neugier, Leichtsinn und Gruppendruck eine Rolle", erklärte Klemm. Einer Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH zufolge ist Gruppendynamik der Hauptgrund für den Alkoholkonsum. Zudem seien lang andauernde Krisen gerade für Teenager sehr belastend.

Ch.Anderson--EWJ

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