English Woman's Journal - Razzia in Wohnort von Verdächtigem im Westjordanland nach tödlichem Angriff auf jüdischen Siedler

Razzia in Wohnort von Verdächtigem im Westjordanland nach tödlichem Angriff auf jüdischen Siedler


Razzia in Wohnort von Verdächtigem im Westjordanland nach tödlichem Angriff auf jüdischen Siedler
Razzia in Wohnort von Verdächtigem im Westjordanland nach tödlichem Angriff auf jüdischen Siedler / Foto: Zain JAAFAR - AFP

Nach einem tödlichen Angriff auf einen jüdischen Siedler im Westjordanland haben israelische Sicherheitskräfte im Heimatort des Tatverdächtigen nach palästinensischen Angaben eine Razzia ausgeführt und dutzende Menschen in Gewahrsam genommen. Im Ort Biddu nordwestlich von Jerusalem sei am frühen Montagmorgen eine "großangelegte Verhaftungskampagne" ausgeführt worden, erklärte die zuständige palästinensische Behörde. Diese habe sich gegen "dutzende junger Männer gerichtet".

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"Eigentum in mehreren Häusern" sei zerstört worden, gab die Behörde weiter an. Zudem habe es "körperliche Übergriffe auf mehrere Bewohner" gegeben. Die israelische Armee erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, sie prüfe die Berichte.

Ein AFP-Fotograf sah am Montagmorgen israelische Einsatzkräfte in Biddu. Der Bürgermeister Nasmi Mansu sagte am Telefon, die Armee sei nach Mitternacht mit "dutzenden" Fahrzeugen und "hunderten" Soldaten in den Ort eingedrungen. Später seien Soldaten von Tür zu Tür gegangen und hätten zahlreiche Menschen befragt. Die Ortszufahrten seien von der Armee versperrt worden, Geschäfte seien geschlossen.

Bereits am Sonntag hatte die Armee mitgeteilt, dass Soldaten das Haus der Familie des Verdächtigen durchsucht habe. Armeechef Ejal Zamir kündigte an, Biddu abzuriegeln und Ermittlungen vorzunehmen, "mit denen wir jeden erreichen werden, der den Terroristen unterstützt hat". Der rechtsextreme Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir forderte die Todesstrafe für den Täter.

Der Schusswaffenangriff hatte sich nach Behördenangaben am Sonntag ereignet. Der Angreifer wurde nach Angaben der israelischen Armee von einem Soldaten durch Schüsse verletzt und später in einem Krankenhaus festgenommen.

Seit dem Großangriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die Gewalt im Westjordanland deutlich zugenommen. Nach einer AFP-Zählung auf Grundlage palästinensischer Behördenangaben wurden seither dort mehr als 1100 Palästinenser von israelischen Soldaten oder Siedlern getötet, darunter auch bewaffnete Kämpfer. Nach israelischen Angaben wurden im selben Zeitraum mindestens 48 Israelis getötet.

F.Stewart--EWJ

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