English Woman's Journal - Zwei eritreische Regierungsgegner unter Terrorverdacht festgenommen

Zwei eritreische Regierungsgegner unter Terrorverdacht festgenommen


Zwei eritreische Regierungsgegner unter Terrorverdacht festgenommen
Zwei eritreische Regierungsgegner unter Terrorverdacht festgenommen / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Zwei führende mutmaßliche Mitglieder einer für gewalttätige Ausschreitungen verantwortlichen regierungskritischen Organisation aus dem ostafrikanischen Eritrea sind in Deutschland festgenommen worden. Wie die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe mitteilte, wird den Männern Mitgliedschaft in der als inländische terroristische Vereinigung eingestuften sogenannten Brigade N'Hamedu vorgeworfen. Der deutsche Ableger der gleichnamigen eritreischen Oppositionsbewegung soll Krawalle unter anderem in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart und im hessischen Gießen organisiert haben.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft wurden die beiden Beschuldigten am Dienstag in Stuttgart und Saarbrücken festgenommen. Bei ihnen soll es sich um den Generalsekretär und den ersten Vorsitzenden des deutschen Ablegers der Brigade N'Hamedu handeln. Beide seien "maßgeblich" am Aufbau der Strukturen der Gruppierung in der Bundesrepublik und der Organisation gewaltsamer Aktionen beteiligt gewesen, hieß es. Einer habe sich persönlich "aktiv" an Ausschreitungen in Gießen beteiligt.

Den Ermittlern zufolge handelt es sich bei der Brigade N'Hamedu um eine international vernetzte Vereinigung, welche die Regierung von Eritrea stürzen will. Sie verübt deshalb unter anderem auch gewaltsame Aktionen gegen Veranstaltungen von Anhängern der eritreischen Regierung im Ausland.

Das war auch der Hintergrund für die Vorfälle in Gießen in den Jahren 2022 und 2023 sowie in Stuttgart 2023, bei denen Teilnehmer und Polizisten attackiert wurden. Der Bundesanwaltschaft zufolge riefen Funktionäre der Brigade N'Hamedu dabei zu potenziell tödlicher Gewalt auf, weshalb deren Mitglieder etwa Wurf- und Schlaggegenstände gezielt gegen Köpfe eingesetzt haben sollen. Etliche Menschen wurden teils schwer verletzt.

N.Steward--EWJ

Empfohlen

Polizei in Hannover stoppt mit Messern bewaffnete Frau durch Schuss

Mit mindestens einem Schuss aus einer Dienstwaffe hat die Polizei in Hannover eine mit Messern bewaffnete Frau gestoppt. Die 30-Jährige sei mit zwei Messern auf Polizeikräfte zugegangen, teilten die Beamten in der niedersächsischen Hauptstadt am Dienstag mit. Sie reagierte demnach weder auf Ansprache noch auf den Einsatz von Pfefferspray. Die 30-Jährige wurde durch den Schusswaffeneinsatz verletzt, Lebensgefahr bestand nicht.

Mutmaßliche Ausspähaktion für Russland: BGH verlängert Untersuchungshaft

Mehr als ein halbes Jahr nach der Festnahme eines mutmaßlichen Russland-Spions in Nordrhein-Westfalen hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe die Untersuchungshaft für den Ukrainer verlängert. Aus dem am Dienstag veröffentlichten Beschluss gehen auch Einzelheiten zu den Vorwürfen hervor. So soll der Mann vom russischen Geheimdienst damit beauftragt worden sein, Informationen über einen ukrainischen Soldaten zu sammeln, der wie er selbst vorübergehend in einer Flüchtlingsunterkunft in Attendorn wohnte. (Az. AK 50/26)

Niedersachsen: Autofahrer zweimal binnen weniger Stunden ohne Führerschein erwischt

Gleich zweimal binnen weniger Stunden ist in Niedersachsen ein Autofahrer ohne Führerschein erwischt worden. Bei der zweiten Kontrolle am Montagabend stand der 24-Jährige zudem deutlich unter dem Einfluss von Cannabis, wie die Polizei in Osnabrück am Dienstag mitteilte. Am Nachmittag war der Mann zunächst mit einem Auto unterwegs gewesen, dessen Frontscheibe stark beschädigt war.

Rathausbrand in Limoges bei Unruhen: Linksradikaler festgenommen

Drei Tage nach den landesweiten Ausschreitungen in Frankreich ist ein als linksradikaler Gefährder bekannter Mann im Zusammenhang mit dem Brand des Rathauses von Limoges festgenommen worden. Eine Anti-Terrorismus-Einheit übernahm die Ermittlungen, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus informierten Kreisen erfuhr. Der 40-Jährige sei wegen Gewalt gegen Amtsträger als Gefährder registriert. Er lebe im benachbarten Département Creuse.

Textgröße ändern: