English Woman's Journal - Frauenleiche auf Trierer Dachboden versteckt: Besondere Schuldschwere festgestellt

Frauenleiche auf Trierer Dachboden versteckt: Besondere Schuldschwere festgestellt


Frauenleiche auf Trierer Dachboden versteckt: Besondere Schuldschwere festgestellt
Frauenleiche auf Trierer Dachboden versteckt: Besondere Schuldschwere festgestellt / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Im Fall einer erst vier Jahre nach der Tat entdeckten Frauenleiche auf einem Dachboden in Trier ist die besondere Schwere der Schuld festgestellt worden. Dies entschied das Landgericht in der rheinland-pfälzischen Stadt am Montag und folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Damit ist eine vorzeitige Entlassung des Verurteilten aus der Haft nach 15 Jahren weitestgehend ausgeschlossen.

Textgröße ändern:

Der mittlerweile 59 Jahre alte Mann wurde im Dezember 2023 wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Nach Überzeugung der Kammer hatte der Angeklagte seit Anfang 2012 gemeinsam mit seiner Freundin in der Wohnung einer ehemaligen Lebensgefährtin in Trier gelebt. Das Zusammenleben soll laut Gericht von erheblichem Alkoholkonsum geprägt gewesen sein.

Mit der Zeit kam es immer häufiger zu Streitereien, vor allem zwischen den beiden Frauen. Aus Sorge um seine Beziehung und aus Groll gegenüber der Exfreundin erdrosselte der Mann diese im März 2012 in ihrer Wohnung von hinten mit einem Schal, während die aktuelle Lebensgefährtin zusah.

Anschließend brachte er die Leiche zunächst ins Schlafzimmer und später in einem Schlafsack auf den Dachboden. Das Paar verließ die Wohnung wenige Tage nach der Tat. Die Leiche blieb zunächst unentdeckt und wurde erst im September 2016 bei Räumungsarbeiten entdeckt.

In seinem Urteil 2023 behielt sich das Landgericht Trier die Unterbringung des Angeklagten in der Sicherungsverwahrung vor. Von der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld sah es hingegen ab.

Dagegen ging die Staatsanwaltschaft in Revision. Im neuen Verfahren ging es daher nur um die Frage nach der besonderen Schwere der Schuld. Die Verteidigung beantragte im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft, davon abzusehen.

E.Brwon--EWJ

Empfohlen

Papst Leo XIV. nach Lungenkrebs-OP in den Vatikan zurückgekehrt

Vier Tage nach seiner Lungenkrebsoperation hat Papst Leo XIV. am Samstag das Gemelli-Krankenhaus in Rom verlassen und ist in den Vatikan zurückgekehrt. Unter dem Jubel und dem Applaus von zahlreichen Gläubigen stieg das katholische Kirchenoberhaupt vor der Klinik in ein Auto, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Dabei grüßte der 71-Jährige die Menschen und verabschiedete sich vom Krankenhauspersonal.

Gründer der "Kakerlaken"-Bewegung in Indien nach Festnahme wieder frei

Der Gründer der sogenannten "Kakerlaken"-Bewegung (CJP) in Indien, Abhijeet Dipke, ist einen Tag nach seiner Festnahme wieder freigelassen worden. Dipke verließ am Samstagnachmittag eine Polizeiwache in Neu Delhi, winkte Medienvertretern zu und machte das "Victory"-Zeichen, als er in einem Auto weggefahren wurde, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtete.

Flávio Bolsonaro hat im Falle eines Wahlsiegs keinen Posten für seinen Vater vorgesehen

Der rechtsgerichtete brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro hat für den Fall eines Sieges in der Stichwahl in rund einer Woche keinen Regierungsposten für seinen Vater vorgesehen. "Er hat nie angedeutet, dass er mit mir in der Regierung zusammenarbeiten möchte", sagte der 45-Jährige am Freitag (Ortszeit) dem Sender Globo TV mit Blick auf seinen Vater, den rechtsextremen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro. Daher gebe es keine entsprechenden Pläne.

Drei Männer wegen Mordes an Surf-Touristen in Mexiko zu je 158 Jahren Haft verurteilt

Zweieinhalb Jahre nach der Ermordung von drei Surf-Touristen aus den USA und Australien sind in Mexiko drei Männer zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in Ensenada verhängte am Freitag Freiheitsstrafen von je 158 Jahren und neun Monaten gegen die Angeklagten.

Textgröße ändern: