English Woman's Journal - Kraftwerksabschaltungen nach Vorfall an NRW-Umspannwerk - Polizei spricht von Vorsatz

Kraftwerksabschaltungen nach Vorfall an NRW-Umspannwerk - Polizei spricht von Vorsatz


Kraftwerksabschaltungen nach Vorfall an NRW-Umspannwerk - Polizei spricht von Vorsatz
Kraftwerksabschaltungen nach Vorfall an NRW-Umspannwerk - Polizei spricht von Vorsatz / Foto: JOHAN ORDONEZ - AFP/Archiv

Ein Vorfall an einem Umspannwerk von Amprion in Bergheim in Nordrhein-Westfalen hat massive Kraftwerksabschaltungen ausgelöst. Die Polizei sei am Dienstagabend wegen eines Kurzschlusses und mehrerer ausgefallener Leitungen zu dem Umspannwerk gerufen worden, sagte ein Sprecher der Polizei Essen am Mittwoch. "Wir gehen nicht von einer technischen Störung, sondern von einer vorsätzlichen Tat aus", sagte der Sprecher.

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Die Polizei sei gegen 20.00 Uhr wegen einer "Störung" zu dem Umspannwerk im Ortsteil Rheidt in Bergheim gerufen worden. Dort seien nach einem Kurzschluss mehrere Leitungen ausgefallen, teilte der Polizeisprecher mit. Es habe jedoch keinen Stromausfall gegeben und die umliegenden Ortschaften hätten weiterhin mit Strom versorgt werden können.

Von dem Vorfall bei dem Umspannwerk in Nordrhein-Westfalen am Dienstagabend sind nach Angaben des Energieunternehmens RWE fünf Kraftwerksblöcke betroffen. Insgesamt sei eine Kraftwerkskapazität von 4200 Megawatt vom Netz genommen worden, teilte RWE am Mittwochmorgen mit. Von den Auswirkungen betroffen sind laut RWE die Braunkohle-Kraftwerksblöcke Neurath G und F sowie Niederaußem H, G und K.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls gegen 20.00 Uhr hätten diese rund 3000 Megawatt Leistung ins Stromnetz eingespeist. Die Blöcke Neurath G und Niederaußem H dürften demnach am Vormittag wieder ans Netz gehen, Neurath F im Tagesverlauf. Bei den beiden übrigen Blöcken sei mit einer Wiederinbetriebnahme erst am Wochenende zu rechnen.

Amprion selbst bestätigte in Dortmund: "Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist von einer Fremdeinwirkung auszugehen". Die allgemeine Stromversorgung sei jedoch zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen und die Systemstabilität bleibe gewährleistet. Zum Hintergrund des Vorfalls lägen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor.

Am Dienstag hatten bereits Unbekannte einen Angriff auf ein Umspannwerk am Kohlekraftwerk Jänschwalde im Süden Brandenburgs verübt. Dabei kamen laut dem Netzbetreiber 50Hertz "selbstgebaute Flugkörper, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln" zum Einsatz.

L.McKay--EWJ

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