English Woman's Journal - Bekennerschreiben nach Angriff auf Umspannwerk in Brandenburg aufgetaucht

Bekennerschreiben nach Angriff auf Umspannwerk in Brandenburg aufgetaucht


Bekennerschreiben nach Angriff auf Umspannwerk in Brandenburg aufgetaucht
Bekennerschreiben nach Angriff auf Umspannwerk in Brandenburg aufgetaucht / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Nach dem Angriff auf ein Umspannwerk am Kohlekraftwerk Jänschwalde im Süden Brandenburgs ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Das Brandenburger Polizeipräsidium in Potsdam teilte am Donnerstag mit, über ein Bekennerschreiben im Zusammenhang mit dem Anschlag informiert worden zu sein. "Die Authentizität des Schreibens ist Gegenstand weiterer Ermittlungen und kann zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigt, noch verneint werden", hieß es. "Aus ermittlungstaktischen Gründen" würden keine weiteren Angaben gemacht.

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Der "taz" zufolge bekennt sich im Bekennerschreiben ein Einzeltäter zu der Tat und beschreibt detailliert die verwendeten Selbstbauraketen. "Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen, das unsägliches Leid nach sich zieht", zitiert die Zeitung aus dem Schreiben. Dieses Leid wolle er "abwenden oder vermindern".

Das Schreiben ist demnach handschriftlich verfasst und wurde laut Poststempel in Nordrhein-Westfalen verschickt. Die "taz" hat nach eigenen Angaben an der Adresse nur ein anderes Familienmitglied angetroffen. Dieses gab demnach an, keine Kenntnis von der Tat und dem aktuellen Aufenthaltsort des Mannes zu haben, erkannte aber die Handschrift des Angehörigen.

Am Dienstag hatten Unbekannte einen Angriff auf das Umspannwerk verübt. Dabei kamen laut Netzbetreiber 50Hertz "selbstgebaute Flugkörper, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln", zum Einsatz. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) zufolge wurde versucht, eine Verbindung zwischen der Höchstspannungsleitung und dem Erdboden herzustellen und so einen Kurzschluss auszulösen. Die Polizei nahm Ermittlungen unter anderem wegen Terrorverdachts auf.

P.Munro--EWJ

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