English Woman's Journal - Tödliche Schüsse nach Rave in der Schweiz: 43-jähriger Verdächtiger gefasst

Tödliche Schüsse nach Rave in der Schweiz: 43-jähriger Verdächtiger gefasst


Tödliche Schüsse nach Rave in der Schweiz: 43-jähriger Verdächtiger gefasst
Tödliche Schüsse nach Rave in der Schweiz: 43-jähriger Verdächtiger gefasst / Foto: Harold CUNNINGHAM - AFP

Einen Tag nach den tödlichen Schüssen während einer Techno-Party in der Schweiz ist ein Verdächtiger gefasst worden. Wie die Polizei des Kantons Aargau am Montag mitteilte, handelt es sich um einen 43-jährigen Schweizer. Die Ermittlungen zum genauen Hergang der Tat, zu den Hintergründen und einem möglichen Motiv sind noch nicht abgeschlossen.

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Laut Polizei wurde der Verdächtige in der Nacht zum Montag gefasst. Der Mann stehe unter "dringendem Tatverdacht". Die Fahndung sei beendet, derzeit werde "von einem Einzeltäter" ausgegangen, erklärte die Polizei. Zuvor hatten die Ermittler auch Schüsse mehrerer Täter nicht ausgeschlossen. Verschiedene Behörden aus der Schweiz und aus Nachbarländern waren nach Polizeiangaben an den Ermittlungen beteiligt.

Weitere Angaben zu dem Gefassten, zum Ort der Festnahme oder zu einem Motiv machte die Polizei zunächst nicht. Die Ermittler kündigten für Mittwoch eine Pressekonferenz an. Bis dahin würden keine weiteren Informationen bekanntgegeben. Am Sonntag hatte Polizeichef Michael Leupold als Hypothesen der Ermittler einen "Terroranschlag", eine "Massentötung" oder eine "einfache Straftat" genannt.

Durch die Schüsse während der Techno-Party Aarauer Rave in der Nähe von Zürich war in der Nacht zum Sonntag eine 22-jährige Italienerin getötet worden. Fünf weitere Menschen wurden verletzt. Dabei handelte es sich um eine Deutsche und vier Schweizer Männer im Alter zwischen 24 und 31 Jahren, wie die schweizerische Polizei am Montag klarstellte. Sie erlitten unterschiedlich schwere Verletzungen und wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte am Sonntag angegeben, dass unter den Verletzten zwei Italiener seien.

Die Besucher der Veranstaltung hatten sich laut Polizei auf dem Heimweg befunden, als gegen 02.30 Uhr Schüsse auf eine Menschengruppe abgegeben wurden. Nach Polizeiangaben wurden die Schüsse an zwei verschiedenen Orten abgegeben - auf dem Rave-Gelände in Aarau und in der Nähe eines angrenzenden Wohnwagenlagers. Laut Polizeichef Leupold wurden "Spuren von zwei verschiedenen Kalibern gefunden, von einer Pistole oder Maschinenpistole und einem Sturmgewehr".

In der Schweiz sind Schusswaffenangriffe sehr selten, Waffen sind in der Alpenrepublik jedoch weit verbreitet. Laut dem Schweizer Studienprogramm Small Arms Survey kamen im Jahr 2017 fast drei Waffen auf zehn Einwohner. Damit lag die Schweiz weltweit auf Platz 16 bei der Anzahl der Waffen pro Kopf.

O.Jonstone--EWJ

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