English Woman's Journal - Königin Sonja blickt nach Haralds Tod auf eine jahrzehntelange Ehe zurück

Königin Sonja blickt nach Haralds Tod auf eine jahrzehntelange Ehe zurück


Königin Sonja blickt nach Haralds Tod auf eine jahrzehntelange Ehe zurück
Königin Sonja blickt nach Haralds Tod auf eine jahrzehntelange Ehe zurück

Nach dem Tod von König Harald V. trauert Königin Sonja um ihren Ehemann. Ihre Verbindung begann 1959, musste zunächst geheim bleiben und prägte Norwegens Monarchie über Jahrzehnte.

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Königin Sonja trauert im Alter von 89 Jahren um König Harald V. Die beiden hatten sich 1959 bei einer privaten Feier in Oslo kennengelernt. Weil Sonja nicht aus dem Adel stammte, galt eine Ehe mit dem damaligen Thronfolger als Tabubruch. Das Paar hielt seine Beziehung deshalb zunächst geheim.

Als Sonja Harald zum Abschlussball der Militärakademie begleitete, wurde die norwegische Presse auf die Romanze aufmerksam. König Olav V. lehnte die Verbindung zunächst ab und bevorzugte für seinen Sohn eine Ehe mit Sofia von Griechenland. Harald machte seinem Vater später deutlich, dass er entweder Sonja heiraten oder unverheiratet bleiben werde.

Neun Jahre wartete das Paar auf die Zustimmung. Die Beziehung führte in Norwegen zu einer breiten Debatte über die Zukunft der Monarchie und brachte das Königshaus nach damaliger Einschätzung in die Nähe einer Verfassungskrise. 1968 gab Olav V. schließlich sein Einverständnis. Die Verlobung wurde am 19. März bekannt gegeben, die Hochzeit fand am 29. August im Osloer Dom statt.

Die ersten Ehejahre waren von persönlichen Verlusten geprägt. 1970 erlitt Sonja eine Fehlgeburt. In derselben Zeit trauerte sie um ihre Schwester Gry, die sich das Leben genommen hatte. 1971 kam Prinzessin Märtha Louise zur Welt. Weil die Monarchie damals einen männlichen Nachfolger erwartete, nahm der öffentliche Druck auf Sonja zu. Nach einer weiteren Fehlgeburt 1972 wurde am 20. Juli 1973 Prinz Haakon geboren.

Auch später blieb die Ehe nicht frei von Krisen. Während Harald stark durch seine königlichen Aufgaben gebunden war, fühlte sich Sonja nach eigenen Schilderungen mit den beiden Kindern zeitweise allein. Anfang der 1980er-Jahre stand das Paar kurz vor einer Scheidung. Eine Eheberatung half beiden, die Krise zu bewältigen. Harald erklärte später, auch eine auf Liebe gegründete Ehe verlange Vergebung und gemeinsame Arbeit.

Mit Haralds Thronbesteigung 1991 wurde Sonja Königin. Gemeinsam mussten sie nationale und familiäre Belastungen bewältigen. Dazu gehörten der Terroranschlag des Rechtsextremisten Anders Behring Breivik, bei dem auch ein Bruder von Kronprinzessin Mette-Marit starb, die schwere Erkrankung der Schwiegertochter sowie der Missbrauchsskandal um Marius Borg Høiby.

In den letzten Jahren kamen gesundheitliche Probleme hinzu. Im Februar reisten Harald und Sonja für drei Tage zu den Olympischen Winterspielen nach Mailand. Während eines anschließenden Aufenthalts auf Teneriffa wurde Harald wegen einer Infektion im Krankenhaus behandelt; sein Leibarzt reiste dafür an. Sonja sagte im Mai Termine wegen Herzflimmerns und Herzinsuffizienz ab, nahm ihre Aufgaben im Juni aber wieder auf und eröffnete die Sommerausstellung im Kunstmuseum Trondheim.

Mit Haralds Tod endet Sonjas Zeit als amtierende Königin. Ihr Sohn Haakon, 53, übernimmt automatisch den Thron. Seine Frau Mette-Marit wird Königin.

K.McMillan--EWJ

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