English Woman's Journal - Ecuadors Ex-Präsident Moreno wegen Korruption bei Bauprojekt schuldig gesprochen

Ecuadors Ex-Präsident Moreno wegen Korruption bei Bauprojekt schuldig gesprochen


Ecuadors Ex-Präsident Moreno wegen Korruption bei Bauprojekt schuldig gesprochen
Ecuadors Ex-Präsident Moreno wegen Korruption bei Bauprojekt schuldig gesprochen / Foto: Rodrigo BUENDIA - AFP/Archiv

Ecuadors früherer Präsident Lenín Moreno ist wegen Korruption im Zusammenhang mit dem Infrastrukturprojekt eines chinesischen Unternehmens verurteilt worden. Moreno sei vom Obersten Gerichtshof in Quito für schuldig befunden worden, während seiner Zeit als Vize-Präsident Bestechungsgelder angenommen zu haben, erklärte die Staatsanwaltschaft am Freitag im Onlinedienst X.

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In dem Prozess ging es um den Bau des größten Wasserkraftwerks des Landes durch das chinesische Unternehmen Sinohydro, das laut Staatsanwaltschaft im Zuge dessen insgesamt umgerechnet 65 Millionen Euro an Bestechungsgeldern zahlte. Mit Moreno wurden drei weitere Angeklagte schuldig gesprochen.

Das Gericht legte noch kein Strafmaß für Moreno fest. Bis zur Strafmaßverkündung bleibt der 73-Jährige, der im Rollstuhl sitzt, in Freiheit. Die Anklage hat eine Haftstrafe von sechseinhalb Jahren für ihn gefordert.

Moreno war von 2017 bis 2021 Präsident des südamerikanischen Landes. Von 2007 bis 2013 war er Stellvertreter des linksgerichteten Staatschefs Rafael Correa. Später überwarf Moreno sich mit seinem früheren Mentor Correa, orientierte sich politisch stärker rechts und wandte sich den USA zu.

Moreno versicherte nach dem Schuldspruch, er habe "nicht einen Cent" von Sinohydro genommen. Zugleich richtete er Vorwürfe gegen das frühere "Correa-Regime". Correa, der seinerseits in Ecuador wegen Korruption verurteilt worden war, aber im Exil in Belgien lebt, habe "versprochen, sich an mir zu rächen".

D.W.Robertson--EWJ

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