English Woman's Journal - Gericht in Paris ordnet Auslieferung eines Antifaschisten nach Deutschland an

Gericht in Paris ordnet Auslieferung eines Antifaschisten nach Deutschland an


Gericht in Paris ordnet Auslieferung eines Antifaschisten nach Deutschland an
Gericht in Paris ordnet Auslieferung eines Antifaschisten nach Deutschland an / Foto: Xavier GALIANA - AFP/Archiv

Ein Untersuchungsgericht in Paris hat am Mittwoch die Auslieferung eines albanischen Antifaschisten nach Deutschland angeordnet. Der als "Gino" bekannte Rexhino Abazaj kündigte an, dies anzufechten. Sein Anwalt Youri Krassoulia bezeichnete die Entscheidung als "skandalös".

Textgröße ändern:

Abazaj steht im Verdacht, im Februar 2023 gemeinsam mit weiteren Antifaschisten in Budapest deutsche Neonazis angegriffen zu haben. Deswegen wird er sowohl von Ungarn als auch von Deutschland mit Haftbefehl gesucht. In Deutschland riskiert er zehn Jahre Haft, in Ungarn 24 Jahre.

Er war bereits im November 2024 in Paris ein erstes Mal festgenommen und im Frühjahr 2025 wieder freigelassen worden. Frankreich verweigerte zunächst eine Auslieferung nach Ungarn mit dem Verweis auf eine möglicherweise "unmenschliche Behandlung" in Haft. Zudem sei nicht sicher, dass es zu einem fairen Verfahren komme.

Die Angriffe auf Neonazis in Budapest ereigneten sich im Februar 2023 rund um den sogenannten Tag der Ehre, zu dem alljährlich Rechtsextremisten aus ganz Europa in die ungarische Hauptstadt strömen. Wegen der Vorfälle werden mehrere Antifaschisten von Ungarn gesucht. Anders als Italien, das die Auslieferung eines Staatsangehörigen nach Ungarn verweigerte, hatte Deutschland im Sommer 2024 den nicht-binären Menschen Maja T. ausgeliefert.

St.Ch.Russell--EWJ

Empfohlen

Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtete.

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Republikanischer US-Senator fordert Untersuchung von Hochzeitsfeier von Trumps Sohn

Der republikanische US-Senator John Curtis will die von einem russischen Geschäftsmann bezahlten Hochzeitsfeierlichkeiten von Donald Trumps ältestem Sohn parlamentarisch untersuchen lassen. In einem Brief an die Vorsitzenden des Justizausschusses des Senats verlangte der Senator aus Utah am Dienstag Aufklärung darüber, ob die Präsidentenfamilie ihre politische Macht für private Geschäfte missbraucht hat. Zu diesem Zweck solle Donald Trump Jr. vorgeladen werden.

Landkreis: Ein Verletzter bei Flugzeugabsturz auf US-Stützpunkt Spangdahlem

Bei einem Flugzeugabsturz im Bereich des US-Luftwaffenstützpunkts Spangdahlem in Rheinland-Pfalz ist am Dienstag nach Behördenangaben ein Mensch verletzt worden. Kräfte des Brand- und Katastrophenschutzes des Eifelkreises Bitburg-Prüm waren im Einsatz, wie die Kreisverwaltung in Bitburg mitteilte. Der Einsatz war bereits wieder beendet.

Textgröße ändern: