English Woman's Journal - Fremdenfeindlicher Protest im südafrikanischen Durban während Regionalgipfels

Fremdenfeindlicher Protest im südafrikanischen Durban während Regionalgipfels


Fremdenfeindlicher Protest im südafrikanischen Durban während Regionalgipfels
Fremdenfeindlicher Protest im südafrikanischen Durban während Regionalgipfels / Foto: RAJESH JANTILAL - AFP

In Südafrika haben erneut hunderte Menschen gegen irreguläre Migranten im Land protestiert. Am Montag beteiligten sich rund 300 Teilnehmer an dem fremdenfeindlichen Protest während eines Treffens der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) in der Küstenstadt Durban. Die Protestanführerin Jacinta Ngobese-Zuma forderte die dort versammelten Staats- und Regierungschefs auf, "ihre Leute zurückzuholen, die sich illegal in Südafrika aufhalten".

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Die Protestteilnehmer folgten einem Aufruf fremdenfeindlicher Gruppen. Während ein Hubschrauber und Drohnen über den Demonstrierenden kreisten, geleiteten Polizisten zu Pferd und auf Motorrädern die vergleichsweise kleine Teilnehmergruppe bis an die Absperrung des Gipfeltreffens der 16 Staaten umfassenden Organisation SADC.

Südafrika ist ein wichtiges Ziel für afrikanische Einwanderer auf der Suche nach wirtschaftlichen Chancen. In den vergangenen Jahren hatte es im Land immer wieder ausländerfeindliche Gewalt gegen Migranten gegen.

Die jüngsten fremdenfeindlichen Proteste halten bereits seit Monaten an. Sie richten sich insbesondere gegen Migranten aus Malawi, Mosambik und Simbabwe. Im Zuge der gewaltsamen Demonstrationen wurden laut südafrikanischen Behörden mindestens vier Menschen getötet.

Aus Furcht vor fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika haben in den vergangenen Monaten mehr als 176.000 Ausländer Südafrika verlassen. Die meisten von ihnen stammen aus diesen drei Ländern.

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa zeigte sich am Freitag am Rande des SADC-Gipfels angesichts der Diskriminierung und Misshandlungen von Staatsangehörigen anderer Länder in seinem Land "beschämt und besorgt". Allerdings steht Südafrikas Regierung seitens anderer afrikanischer Länder wegen seines Umgangs mit den Protesten in der Kritik.

L.McKay--EWJ

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