English Woman's Journal - Waldbrände vernichten hunderte Häuser in der Stadt Spokane im Nordwesten der USA

Waldbrände vernichten hunderte Häuser in der Stadt Spokane im Nordwesten der USA


Waldbrände vernichten hunderte Häuser in der Stadt Spokane im Nordwesten der USA
Waldbrände vernichten hunderte Häuser in der Stadt Spokane im Nordwesten der USA / Foto: Erick Doxey - AFP

Schwere Waldbrände haben in der Stadt Spokane im Nordwesten der USA hunderte Häuser vernichtet und zehntausende Bewohner zur Flucht gezwungen. Feuerwehrleute kämpften in der Nacht zum Montag weiter gegen drei große Feuer, die in und um die 230.000-Einwohner-Stadt im Bundesstaat Washington wüten. Unklar war laut Bürgermeisterin Lisa Brown, ob Menschen durch die Brände ums Leben kamen. Bis Sonntag wurden rund 60.000 Bewohner zur sofortigen Evakuierung aufgefordert.

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Von vielen Häusern in Spokane standen nur noch die Schornsteine und Grundmauern. "Das ist eines der traurigsten Dinge, die ich in meinem ganzen Leben gesehen habe", berichtete Geoff Beadles, nachdem er mit seiner Verlobten und zwei Hunden aus dem Katastrophengebiet geflohen war.

Hunderte Wohnhäuser und andere Gebäude fielen den Flammen zum Opfer, wie Bürgermeisterin Brown sagte. Den Betroffenen sagte sie Hilfe zu: "In unserem Herzen sind wir bei euch. Wir sind für euch da, auch auf lange Sicht", versicherte sie.

Nach Angaben der Feuerwehr waren die Brände am späten Sonntagabend weiterhin außer Kontrolle. Für Montag waren zwar günstigere Wetterbedingungen mit nur leichtem Wind vorausgesagt, im Laufe der Woche soll die Hitze jedoch wieder zunehmen. Die Behörden warnten vor "sehr ungesunder" Luftqualität in dem Gebiet am Montag durch den über der Stadt hängenden Rauch.

Meldungen über Tote oder Verletzte lagen nach den Worten von des örtlichen Polizeichefs John Nowels bis Sonntag nicht vor. Wegen der unübersichtlichen Lage sei es jedoch nicht ausgeschlossen, dass es Opfer gebe, betonte er.

Dichter Rauch lag über der Stadt, Einwohner flohen in langen Autoschlangen. Die Bewohnerin Tena Risley schilderte der Nachrichtenagentur AFP, sie habe Flammen hinter Bäumen in der Nähe ihres Hauses gesehen und Panik bekommen. Sie habe ihren Hund und ein paar Habseligkeiten gepackt und sei losgefahren, habe dann aber im Stau gesteckt: "Da waren wohl hunderte und aberhunderte Autos."

Washingtons Gouverneur Bob Ferguson rief den Ausnahmezustand aus. Es handle sich bereits um das vierte Dürre-Jahr in dem Bundesstaat in Folge des Klimawandels, betonte er. Er habe mit Vertretern der Regierung in Washington über mögliche Unterstützung gesprochen, darunter auch mit Präsident Donald Trump, sagte Ferguson. Dieser verstehe, "wie schlimm die Lage ist".

Im gesamten Bundesstaat Washington wüteten nach Angaben der örtlichen Behörden 15 große Feuer. "Es ist eine außergewöhnliche Waldbrandsaison in der Nordwest-Pazifikregion", sagte Forstbehördenchef David Upthegrove.

N.Steward--EWJ

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