English Woman's Journal - "Angriff auf Gesellschaft": Politik reagiert erschüttert auf Bluttat bei CSD

"Angriff auf Gesellschaft": Politik reagiert erschüttert auf Bluttat bei CSD


"Angriff auf Gesellschaft": Politik reagiert erschüttert auf Bluttat bei CSD
"Angriff auf Gesellschaft": Politik reagiert erschüttert auf Bluttat bei CSD / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Parteiübergreifend haben Politikerinnen und Politiker die Gewalttat beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin als Angriff auf Toleranz und Weltoffenheit verurteilt. "Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Sonntagmorgen im Onlinenetzwerk X. "Wir sind offen und freiheitsliebend - und das werden wir auch bewahren und verteidigen." Die "abscheuliche Tat" werde "mit aller Härte verfolgt".

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"Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich beim Christopher Street Day", schrieb Merz. "Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen."

Die Grünen-Fraktionschefinnen Britta Haßelmann und Katharina Dröge sprachen am Sonntag von einer "entsetzlichen Terrortat" gegen "queere Menschen und ihre Freundinnen und Freunde, die für gleiche Rechte und gegen Hasskriminalität demonstriert haben".

In einer gemeinsamen Erklärung schrieben die beiden Politikerinnen: "Wer Menschen angreift, die den CSD feiern, greift queeres Leben, Sichtbarkeit und das Recht an, frei, offen und ohne Angst zu leben". Es handle sich um einen "Angriff auf das ganzes Land, auf unseren freiheitlich-liberalen Rechtsstaat und alles, was ihn ausmacht".

Ähnlich äußerte sich Bundestags-Vizepräsident Bodo Ramelow von der Linkspartei: "Es ist ein Anschlag auf eine offene Welt", erklärte Ramelow. Für die Betroffenen werde der Anschlag "bittere Spuren" hinterlassen. Der Linken-Politiker forderte einen Einsatz gegen queerfeindliche Intoleranz: "Der Regenbogen ist ein starkes Symbol für Freiheit und der CSD ist Ausdruck der Vielfalt. Lasst uns zusammen trauern und zusammenstehen gegen Hass und Gewalt!"

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) erklärte: "Wer Menschen angreift, die für Vielfalt, Freiheit und gegenseitigen Respekt einstehen, greift uns alle an - unsere offene und tolerante Gesellschaft und damit das Herz unserer Demokratie." Die Gewalttat erschüttere sie zutiefst.

Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, sprach von einem "Angriff auf das freiheitliche Leben in Deutschland insgesamt". Im Onlinenetzwerk X fügte er hinzu: "Terrorismus, egal aus welcher Richtung, müssen wir mit maximaler Härte bekämpfen."

Beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gerast und hat mindestens einen Menschen getötet. 16 weitere Menschen wurden nach Angaben von Polizei und Feuerwehr am Samstagabend im Tiergarten verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich. Die Polizei schrieb einen 21-jährigen Tatverdächtigen öffentlich zur Fahndung aus. Es handelt sich um den mutmaßlichen Islamisten Abdul B..

T.Burns--EWJ

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