English Woman's Journal - Syrischer Straftäter darf trotz Familie in Deutschland abgeschoben werden

Syrischer Straftäter darf trotz Familie in Deutschland abgeschoben werden


Syrischer Straftäter darf trotz Familie in Deutschland abgeschoben werden
Syrischer Straftäter darf trotz Familie in Deutschland abgeschoben werden / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Ein wegen Straftaten im syrischen Bürgerkrieg verurteilter Syrer darf trotz familiärer Bindungen in Deutschland abgeschoben werden. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf lehnte einen dagegen gerichteten Eilantrag des Mannes ab, wie es am Montag mitteilte. Der Syrer war 2020 unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, Umgangs mit Kriegswaffen sowie 19-facher Freiheitsberaubung mit Todesfolge zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Textgröße ändern:

Das Gericht sah demnach keine Abschiebungsverbote, die einer Rückführung nach Syrien entgegenstehen. Ein zuvor gewährter Abschiebungsschutz wegen der Lage in Syrien war bereits widerrufen worden.

Nach Auffassung des Gerichts überwiegt der Schutz der öffentlichen Sicherheit gegenüber den familiären Bindungen des Syrers zu seiner Ehefrau und den vier in Deutschland lebenden minderjährigen Kindern. Denn von dem im Jahr 2015 in Deutschland eingereisten Mann gehe weiterhin die Gefahr von schweren Straftaten aus.

Dabei verwies das Gericht auf seine Rolle im syrischen Bürgerkrieg. Anfang 2013 soll sich der radikalisierte Mann einer dschihadistischen Kampfgruppe angeschlossen haben, die unter anderem den Sturz der syrischen Regierung anstrebte. Bei der Eroberung der Stadt Rakka soll er an der Gefangennahme von rund 40 Menschen beteiligt gewesen sein. Mindestens 19 Gefangene wurden später nach einem Todesurteil eines Scharia-Richters hingerichtet.

Der Antragsteller sei weiterhin gefährdet, sich erneut einem bewaffneten Kampf anzuschließen, hieß es. Er habe seine Taten bis heute bestritten und sich nicht mit seiner Vergangenheit auseinandergesetzt. Dass er neue, vergleichbare Taten begehen könnte, sei daher "hinreichend wahrscheinlich".

Neben der Abschiebung sei auch das auf 20 Jahre befristete Wiedereinreiseverbot angesichts der terroristischen Gefahr, die von ihm ausgehe, rechtmäßig. Gegen den Beschluss kann Beschwerde bei dem nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht in Münster eingelegt werden.

St.Ch.Russell--EWJ

Empfohlen

Mann greift US-Touristen an der Akropolis mit Messer an

Ein Mann hat am Eingang zur Akropolis in Athen zwei US-Touristen mit einem Messer angegriffen. Die beiden seien mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, befänden sich aber außer Lebensgefahr, berichtete die griechische Nachrichtenagentur Ana. Nach örtlichen Medienberichten war der Täter der Polizei bekannt und bereits mehrfach in psychiatrische Kliniken eingewiesen worden. Er sei auch schon wegen Beleidigung und Tragens einer Stichwaffe festgenommen worden.

Nach spektakulärem Louvre-Diebstahl: Apollo-Galerie öffnet wieder - aber ohne Juwelen

Neun Monate nach dem spektakulären Juwelen-Diebstahl im Pariser Louvre soll der betroffene Museumsbereich nun wieder zu besichtigen sein. Die Apollo-Galerie werde am Mittwoch wiedereröffnet, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montagabend aus informierten Kreisen in der französischen Hauptstadt. Allerdings sollen in der Galerie vorerst keine Juwelen mehr ausgestellt werden.

Schlag gegen mutmaßliche Autohehler: Festnahmen in Deutschland und Rumänien

Deutsche und rumänische Ermittler haben gemeinsam zehn mutmaßliche illegale Autohändler gefasst. Wie die Polizei im baden-württembergischen Konstanz am Dienstag mitteilte, handelte es sich um Mitglieder einer Bande von Autohehlern, deren Haupttäter meist aus dem Raum Tuttlingen agierten. Die Verdächtigen sollen demnach zahlreiche Fahrzeuge aus Frankreich, Italien, Spanien, Ungarn und weiteren Staaten illegal verschoben haben.

Brandenburg: 16-jährige Fahrschülerin gerät mit Motorrad unter Lastwagen und stirbt

Eine 16-jährige Fahrschülerin ist bei einem schweren Motorradunfall auf der Autobahn 24 in Brandenburg ums Leben gekommen. Die jugendliche Motorradfahrerin stürzte am Montag beim Auffahren auf die Autobahn auf nasser Fahrbahn und geriet unter einen Lastwagen, wie die Polizei in Neuruppin am Dienstag mitteilte. Eine Notärztin konnte nur noch ihren Tod feststellen.

Textgröße ändern: