English Woman's Journal - Hochrangiger UN-Vertreter erhebt schwere Vorwürfe gegen die Hamas im Gazastreifen

Hochrangiger UN-Vertreter erhebt schwere Vorwürfe gegen die Hamas im Gazastreifen


Hochrangiger UN-Vertreter erhebt schwere Vorwürfe gegen die Hamas im Gazastreifen
Hochrangiger UN-Vertreter erhebt schwere Vorwürfe gegen die Hamas im Gazastreifen / Foto: Eyad Baba - AFP

Ein hochrangiger UN-Vertreter hat der Hamas vorgeworfen, humanitäre Hilfslieferungen in den Gazastreifen zu erschweren und Helfer einzuschüchtern. Er "verurteile nachdrücklich" die Behinderung humanitärer Einsätze durch die De-Facto-Behörden in dem Palästinensergebiet, erklärte am Montag der stellvertretende UN-Sonderkoordinator für den Friedensprozess im Nahen Osten, Ramiz Alakbarov, unter Bezug auf die Hamas. Die radikalislamische Palästinenserorganisation wies die Vorwürfe zurück.

Textgröße ändern:

Die Handlungen der Hamas gefährdeten humanitäres Personal, schüchterten Arbeiter ein, die lebensrettende Hilfe zur Ernährung lieferten, und störten lebensrettende humanitäre Einsätze, sagte Alakbarov.

In der UN-Erklärung hieß es weiter, am Samstag seien mit der Hamas verbündete bewaffnete Männer mutmaßlich in eine Ausgabestelle für Lebensmittel in Dschabalia im nördlichen Gazastreifen eingedrungen. Sie seien zudem in ein Lagerhaus des Welternährungsprogramms (WFP) eingedrungen und hätten dort Berichten zufolge zwei Lkw-Fahrer angegriffen, die humanitäre Hilfe geliefert hätten.

Alakbarov zufolge handelt es sich dabei nicht um "isolierte Vorfälle". Sie spiegelten vielmehr "ein zunehmend gefährliches Muster der Einschüchterung, Gewalt und Behinderung wider."

Ein Vertreter des von der Hamas kontrollierten Innenministeriums im Gazastreifen bezeichnete die Vorwürfe als unbegründet. Polizei und Sicherheitskräfte würden weiterhin Hilfslieferungen und Ausgabestellen beschützen, "um die Arbeit internationaler und humanitärer Organisationen zu erleichtern", sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Die für zivile Angelegenheiten in den palästinensischen Gebieten zuständige israelische Behörde Cogat erklärte, die Vorwürfe seien ein "weiterer eindeutiger Beweis, dass die Hamas weiterhin den humanitären Raum und die für die Bevölkerung im Gazastreifen gedachte Hilfe zu ihren eigenen Zwecken zynisch ausnutzt."

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Bei Massakern an dem Tag töteten die Radikalislamisten mehr als 1220 Menschen, 251 Opfer verschleppten sie als Geiseln in den Gazastreifen. Israel startete als Reaktion massive Angriffe auf den Gazastreifen. In den zwei sich anschließenden Kriegsjahren wurden nach nicht überprüfbaren Hamas-Angaben mehr als 70.000 Palästinenserinnen und Palästinenser getötet.

Seit Oktober 2025 gilt eine Waffenruhe im Rahmen eines US-Plans. Anfang Juli verkündete die Hamas die Auflösung ihrer Regierung im Gazastreifen.

Ch.Anderson--EWJ

Empfohlen

Nach Gewalt bei Protesten in Indien: Gandhi fordert Rücktritt von Premier Modi

Nach heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften bei Protesten gegen Missstände im indischen Bildungssystem hat Oppositionsführer Rahul Gandhi den Rücktritt von Premierminister Narendra Modi gefordert. Modi "zerstört die Zukunft der indischen Jugend", schrieb Gandhi am Dienstag in Onlinemedien. Die sogenannte Kakerlaken-Bewegung will trotz des harten Vorgehens der Polizei ihre Aktionen fortsetzen.

Caritas kritisiert Bundesregierung wegen Kürzungen bei humanitärer Hilfe

Das katholische Hilfswerk Caritas hat die Bundesregierung wegen der Kürzungen der Mittel für humanitäre Hilfe kritisiert. "Der Staat kürzt seine Unterstützung ausgerechnet in einer Zeit, in der humanitäre Hilfe dringlicher und gefährlicher wird", sagte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts der Organisation in Freiburg.

Eltern lassen Baby verhungern: Lebenslange Haft wegen Mordes in Schleswig-Holstein

Nach dem Hungertod eines chronisch unterernährten Säuglings im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel sind dessen Eltern wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Itzehoe ging in seinem Urteil vom Dienstag davon aus, dass diese zumindest zum Ende der etwa einmonatigen Leidenszeit ihrer vier Monate alten Tochter mit Tötungsvorsatz gehandelt hatten. Es sah dabei das Mordmerkmal der Grausamkeit als erfüllt an.

Bluttat mit sechs Toten in Stade: Verdächtiger begeht in Gefängnis Suizid

Rund drei Wochen nach der Bluttat mit sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade hat der in Untersuchungshaft sitzende Tatverdächtige Suizid begangen. Der Mann sei am Dienstagmorgen in seiner Einzelzelle in der Justizvollzugsanstalt Bremervörde leblos gefunden worden, teilte das niedersächsische Justizministerium in Hannover mit. Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen aktuell nicht vor, es sei von Suizid auszugehen.

Textgröße ändern: