English Woman's Journal - Zwei Tote bei Schusswechsel mitten auf Salsa-Festival in Toronto

Zwei Tote bei Schusswechsel mitten auf Salsa-Festival in Toronto


Zwei Tote bei Schusswechsel mitten auf Salsa-Festival in Toronto
Zwei Tote bei Schusswechsel mitten auf Salsa-Festival in Toronto / Foto: Jorge UZON - AFP

Bei einem Schusswechsel auf einem von Tausenden Menschen besuchten Salsa-Festival in Toronto sind zwei Männer getötet und mindestens vier weitere Menschen schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen hätten zwei Menschen am Samstag aufeinander geschossen, teilte die Polizei der kanadischen Großstadt mit. Am Tatort wurden demnach zwei Schusswaffen sichergestellt.

Textgröße ändern:

Die Polizei hatte zunächst von einem weiterhin aktiven Schützen gesprochen. Dies scheine jedoch nicht der Fall zu sein, sagte der stellvertretende Polizeichef Frank Barredo. Festnahmen habe es bislang nicht gegeben. Die Ermittler schlossen nicht aus, dass mehr als zwei Menschen an dem Schusswechsel beteiligt waren.

Wie Barredo weiter erklärte, handelte es sich bei der Schießerei mutmaßlich um eine Abrechnung im kriminellen Milieu. Von der Schießerei sei eine große Gefahr für die mehr als 13.000 Besucherinnen und Besucher des Straßenfestivals ausgegangen. Darunter waren zahlreiche Familien mit Kindern und älteren Menschen.

Kanadas Regierungschef Mark Carney erklärte im Onlinedienst X, er sei "entsetzt" über die Schüsse beim Salsa on St. Clair Festival. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Getöteten. Zugleich dankte er den Polizisten und Rettungskräften, deren "Mut und schnelles Handeln eine noch größere Tragödie verhindert" habe.

Torontos Bürgermeisterin Olivia Chow zeigte sich "zutiefst erschüttert und wütend" über den "rücksichtslosen und unverantwortlichen Gewaltakt" inmitten des Festivals.

Ein Besucher sagte AFP, er habe die Schüsse zunächst für Feuerwerk gehalten. "Ich hatte Angst, ich bin gegangen", sagte Jason Ferda. Eine weitere Augenzeugin berichtete dem Fernsehsender CTV von Panik in der Menge. Plötzlich seien alle in Richtung der Bühne gelaufen, dann sei die Polizei gekommen und habe die Musik stoppen lassen.

Ende Juni waren bei einem Schusswaffenvorfall in Montréal ein Anwohner und ein Polizist getötet worden. Sicherheitskräfte erschossen anschließend den Angreifer. Bei einem Angriff auf eine Schule in der westkanadischen Bergbaustadt Tumbler Ridge waren im Februar acht Menschen getötet und 27 weitere verletzt worden.

E.Brwon--EWJ

Empfohlen

Ungarische Staatsanwaltschaft nimmt Ex-Zentralbankchef und Orbán-Vertrauten fest

In einem der spektakulärsten Korruptionsfälle des Landes hat die ungarische Staatsanwaltschaft den früheren Zentralbankchef György Matolcsy festnehmen lassen. Dem ehemals engen Vertrauten von Ex-Regierungschef Viktor Orban sowie weiteren Beschuldigten werde unter anderem Wirtschaftsbetrug vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Beschuldigten seien vernommen worden und befänden sich in Gewahrsam. Matolcsys Anwalt Pal Batki bestätigte eine Festnahme wegen Wirtschaftsbetrugs und Urkundenfälschung, machte jedoch keine weiteren Angaben.

Urteil: 17-Jähriger mit Einkommen muss zu hohen Unterhaltsvorschuss zurückzahlen

Ein junger Mann aus Thüringen muss etwa 300 Euro Unterhaltsvorschuss zurückzahlen, weil er in dem Monat bereits selbst Geld verdiente. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies am Mittwoch seine Klage gegen die Stadt Gera ab. Der Kläger war im maßgeblichen Monat noch 17 Jahre alt. (Az. 5 C 6.25)

Frau in Baden-Württemberg in Kopf geschossen: Lebenslange Haft wegen Mordes

Weil er seine Frau mit einem Schuss in den Kopf getötet haben soll, ist ein 38-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht im baden-württembergischen Ellwangen sprach ihn am Mittwoch wegen Mordes schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

NS-Parolen in sozialen Netzwerken: Zweieinhalb Jahre Haft in Rheinland-Pfalz

Wegen der Verwendung von NS-Parolen im Zusammenhang mit israelfeindlichen Beiträgen in sozialen Medien ist ein 27-Jähriger in Rheinland-Pfalz zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht in Koblenz sprach ihn am Mittwoch unter anderem wegen Volksverhetzung in fünf Fällen und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Textgröße ändern: