English Woman's Journal - Geiselnahme in Berliner Supermarkt: Polizei überwältigt Täter mit Taser

Geiselnahme in Berliner Supermarkt: Polizei überwältigt Täter mit Taser


Geiselnahme in Berliner Supermarkt: Polizei überwältigt Täter mit Taser

Ein Mann hat in einem Supermarkt in Berlin am Freitagabend eine Frau als Geisel genommen und die gesamte Nacht über festgehalten. Erst am Samstagmorgen gelang es einem Spezialeinsatzkommando der Polizei, den Täter zu überwältigen, wie Polizeisprecher Florian Nath mitteilte. Die Frau wurde befreit, sie erlitt ebenso wie der Geiselnehmer laut Polizei leichte Verletzungen.

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Der Täter hatte die Frau, bei der es sich offensichtlich um eine Mitarbeiterin des Supermarktes handelte, gegen 22.00 Uhr in seine Gewalt gebracht. Der Mann verschanzte sich dann mit ihr in dem Geschäft im Stadtteil Marienfelde. Die Polizei stand während der Nacht immer wieder mit ihm in Kontakt. Dabei habe der Täter eine Reihe von Forderungen gestellt.

Am Morgen gegen 09.20 Uhr erfolgte dann der Zugriff durch die Polizei. Dabei sei der Täter mit Hilfe eines Distanz-Elektroimpulsgeräts, eines sogenannten Tasers, außer Gefecht gesetzt werden, sagte Nath. Er wurde zur Identifizierung in eine Gefangenensammelstelle gebracht.

"Wir mussten heute Vormittag diese Lage dann beenden", sagte Nath. Ein Zugreifen sei zu diesem Zeitpunkt "unbedingt notwendig" gewesen. Die Polizei sei dabei "professionell und zielgerichtet" gegen den Geiselnehmer vorgegangen.

Die Frau habe einen Schock erlitten. Sie sei zur medizinischen Untersuchung in eine Klinik gebracht worden. Auch der Geiselnehmer sei ärztlich behandelt worden. Schwerer verletzt wurde laut Polizei jedoch niemand.

Die weiteren Ermittlungen wurden von der Staatsanwaltschaft Berlin übernommen. Die Polizei war während der Nacht mit einem Großaufgebot vor Ort, das Gebiet um den Supermarkt wurde abgesperrt. Weitere Angaben zur Identität des Täters oder möglichen Hintergründen der Tat gab es zunächst nicht.

Medienberichten zufolge war der Geiselnehmer mit einem großen Messer bewaffnet. Demnach befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs noch weitere Mitarbeitende und Kunden in dem Rewe-Supermarkt, der gerade im Begriff war zu schließen. Diese hätten jedoch entkommen können.

L.Paterson--EWJ

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