English Woman's Journal - Streit über Gemälde an Wuppertaler Hochhaus wird im Herbst vom BGH geklärt

Streit über Gemälde an Wuppertaler Hochhaus wird im Herbst vom BGH geklärt


Streit über Gemälde an Wuppertaler Hochhaus wird im Herbst vom BGH geklärt
Streit über Gemälde an Wuppertaler Hochhaus wird im Herbst vom BGH geklärt / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Der Streit über ein großes Gemälde an der Fassade eines Wuppertaler Hochhauses wird im Herbst vom Bundesgerichtshof geklärt. Der BGH legte den Termin für eine Urteilsverkündung am Freitag in Karlsruhe auf den 25. September fest. Im nordrhein-westfälischen Wuppertal streiten sich die Wohnungseigentümer darüber, ob sie die Fassade bemalen lassen wollen. (Az. V ZR 165/25)

Textgröße ändern:

Der Verein "Urbaner Kunstraum Wuppertal" bot der Eigentümergemeinschaft an, die Fassade auf eigene Kosten durch eine internationale Street-Art-Künstlerin gestalten zu lassen. Insgesamt hat der Verein schon 50 solcher Kunstwerke in der Stadt gestalten lassen - so ist eine Art über die Stadt verteiltes Open-Air-Museum entstanden. Das Projekt wird vom Land und auch der Stadt selbst unterstützt.

Das Bild sollte möglichst lange an der Fassade bleiben. Nach fünf Jahren sollte die Eigentümergemeinschaft aber entscheiden können, es wieder zu übermalen. Eine Mehrheit stimmte für das Kunstwerk. Dagegen wehrte sich ein Wohnungseigentümer vor Gericht. Er argumentiert, dass die Wohnanlage grundlegend umgestaltet würde - es sei offen, wie das Bild letztlich aussehen werde.

Vor dem Amtsgericht Wuppertal und dem Landgericht Düsseldorf hatte die Klage keinen Erfolg. Der BGH prüfte am Freitag das Urteil des Landgerichts und verhandelte über den Fall. Im September wird deutlich, wie er die Sache sieht.

R.Wilson--EWJ

Empfohlen

Nach Gewalt bei Protesten in Indien: Gandhi fordert Rücktritt von Premier Modi

Nach heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften bei Protesten gegen Missstände im indischen Bildungssystem hat Oppositionsführer Rahul Gandhi den Rücktritt von Premierminister Narendra Modi gefordert. Modi "zerstört die Zukunft der indischen Jugend", schrieb Gandhi am Dienstag in Onlinemedien. Die sogenannte Kakerlaken-Bewegung will trotz des harten Vorgehens der Polizei ihre Aktionen fortsetzen.

Caritas kritisiert Bundesregierung wegen Kürzungen bei humanitärer Hilfe

Das katholische Hilfswerk Caritas hat die Bundesregierung wegen der Kürzungen der Mittel für humanitäre Hilfe kritisiert. "Der Staat kürzt seine Unterstützung ausgerechnet in einer Zeit, in der humanitäre Hilfe dringlicher und gefährlicher wird", sagte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts der Organisation in Freiburg.

Eltern lassen Baby verhungern: Lebenslange Haft wegen Mordes in Schleswig-Holstein

Nach dem Hungertod eines chronisch unterernährten Säuglings im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel sind dessen Eltern wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Itzehoe ging in seinem Urteil vom Dienstag davon aus, dass diese zumindest zum Ende der etwa einmonatigen Leidenszeit ihrer vier Monate alten Tochter mit Tötungsvorsatz gehandelt hatten. Es sah dabei das Mordmerkmal der Grausamkeit als erfüllt an.

Bluttat mit sechs Toten in Stade: Verdächtiger begeht in Gefängnis Suizid

Rund drei Wochen nach der Bluttat mit sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade hat der in Untersuchungshaft sitzende Tatverdächtige Suizid begangen. Der Mann sei am Dienstagmorgen in seiner Einzelzelle in der Justizvollzugsanstalt Bremervörde leblos gefunden worden, teilte das niedersächsische Justizministerium in Hannover mit. Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen aktuell nicht vor, es sei von Suizid auszugehen.

Textgröße ändern: