English Woman's Journal - Zwölf Tote bei Waldbrand in Andalusien - Womöglich Stromleitung verantwortlich

Zwölf Tote bei Waldbrand in Andalusien - Womöglich Stromleitung verantwortlich


Zwölf Tote bei Waldbrand in Andalusien - Womöglich Stromleitung verantwortlich
Zwölf Tote bei Waldbrand in Andalusien - Womöglich Stromleitung verantwortlich / Foto: STRINGER - AFP/Archiv

Bei einem schweren Waldbrand im südspanischen Andalusien sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Wie die Regionalregierung am Freitagmorgen mitteilte, brach das Feuer am Donnerstagnachmittag in der Nähe von Almería aus. Einige der Opfer wurden tot in ihren Autos entdeckt. Zudem wurden mehrere Menschen verletzt. Ursache des Brandes war womöglich eine abgerissene Stromleitung, die in völlig ausgetrocknete Vegetation fiel.

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Die Rettungskräfte erhielten nach eigenen Angaben "mehr als 150 Anrufe von Bürgern, die den Brand meldeten". In diesen ersten Schilderungen "gaben Zeugen an, dass ein herabgefallenes Kabel den Brand ausgelöst habe". Das Unglück habe sich an einer Fernstraße ereignet, die Flammen hätten sich "rasch auf das Waldgebiet nahe der Straße ausgebreitet". Bestätigt werden konnten diese Berichte der Anrufer nach Behördenangaben zunächst nicht.

Der regionale Katastrophenschutzchef Antonio Sanz sprach von einer "beispiellosen Tragödie". Die ganze Nacht kämpften rund 150 Feuerwehrleute gegen die Flammen an. Dutzende Menschen mussten den Angaben zufolge evakuiert werden. Rund 50 von ihnen fanden Schutz in einem zur Notunterkunft umfunktionierten Kulturzentrum.

Die Regionalbehörden lösten Notfallalarm aus und kündigten an, dass auch eine auf derartige Krisensituationen trainierte Spezialeinheit der Armee "in den kommenden Stunden" vor Ort sein werde. Mehrere Straßen rund um den besonders betroffenen Ort Bédar wurden gesperrt.

"Tiefe Trauer und Bestürzung über die verheerenden Folgen des Brandes in der Provinz Almería", erklärte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez. Im Onlinedienst X rief er die Bevölkerung in der Region zugleich zu "großer Vorsicht" auf.

Spanien ist besonders stark von der globalen Erwärmung betroffen. Seit einigen Jahren gibt es regelmäßig lang anhaltende Hitzewellen, die bereits im Frühjahr beginnen und bis in den Sommer hineinreichen. Dabei werden teils Temperaturen von über 40 Grad Celsius erreicht, was verheerende Brände begünstigt.

Nach Angaben des Europäischen Waldbrandinformationssystems fielen 2025 in Spanien mehr als 393.000 Hektar Land den Flammen zum Opfer. Das waren die schwersten Brände in der jüngeren Geschichte des Landes. Bei den mehr als 8000 Bränden im vergangenen Jahr kamen nach Angaben des Innenministeriums acht Menschen ums Leben - nun sind es in nur einem Brand mindestens zwölf Todesopfer.

Auch Spaniens Nachbarländer Portugal und Frankreich leiden derzeit unter massiver Hitze. Das trockene Wetter und die hohen Temperaturen begünstigten auch dort den Ausbruch von mehreren Bränden.

K.McMillan--EWJ

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