English Woman's Journal - Immer mehr junge Drogentote in Deutschland: Streeck fordert mehr Prävention

Immer mehr junge Drogentote in Deutschland: Streeck fordert mehr Prävention


Immer mehr junge Drogentote in Deutschland: Streeck fordert mehr Prävention
Immer mehr junge Drogentote in Deutschland: Streeck fordert mehr Prävention / Foto: Remko de Waal - ANP/AFP/Archiv

In Deutschland sterben immer mehr junge Menschen an Drogen. Seit 2021 verdoppelte sich die Zahl der unter 20 Jahre alten Drogentoten nahezu und stieg auf 106 im vergangenen Jahr, wie der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), am Dienstag in Berlin mitteilte. Bei den unter 30-Jährigen gab es in dem Zeitraum einen Anstieg um 52,6 Prozent auf 528, womit inzwischen fast jeder vierte Drogentote in Deutschland unter 30 Jahre alt ist.

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Streeck erklärte, ihn erschüttere, dass die Drogenopfer immer jünger werden. Es müsse deshalb mehr Prävention, frühere Hilfe und ein Hilfesystem geben, das Menschen rechtzeitig erreiche. "Junge Menschen mischen Medikamente, Alkohol und andere Substanzen, oft ohne die tödlichen Risiken der Kombinationen zu kennen - viele dieser jungen Menschen können die Risiken noch nicht oder nicht vollständig überschauen", erklärte der Drogenbeauftragte.

Insgesamt starben 2025 den Regierungsangaben zufolge 2150 Menschen an Drogen. Häufig liege ein Mischkonsum verschiedener Drogen vor, dies sei bei 81,5 Prozent der Fälle so gewesen. 769 Todesfälle gab es mit Beteiligung von Kokain und Crack, was seit 2021 mehr als eine Verdoppelung sei.

Streeck erklärte: "Der Drogenmarkt hat sich grundlegend verändert - Drogen, gefälschte Medikamente und hochriskante Mischungen sind heute oft nur wenige Klicks entfernt." Der Dealer an der Straßenecke sei längst nicht mehr das einzige Problem.

St.Reid--EWJ

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