English Woman's Journal - BUND fordert mehr ökologischen Hochwasserschutz als Konsequenz aus Ahrtal-Flut 2021

BUND fordert mehr ökologischen Hochwasserschutz als Konsequenz aus Ahrtal-Flut 2021


BUND fordert mehr ökologischen Hochwasserschutz als Konsequenz aus Ahrtal-Flut 2021
BUND fordert mehr ökologischen Hochwasserschutz als Konsequenz aus Ahrtal-Flut 2021 / Foto: CHRISTOF STACHE - AFP/Archiv

Fünf Jahre nach der Ahrtal-Flutkatastrophe ist Deutschland nach Einschätzung des Umweltverbands BUND weiterhin nicht ausreichend auf die zunehmenden Wetterextreme vorbereitet. Statt Flüssen mehr Raum zu geben, würden wichtige Überflutungsflächen weiter mit Siedlungen und Straßen zugebaut, erklärte der BUND am Dienstag in Berlin.

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In den Jahren 2014 bis 2024 seien jährlich rund 301 Millionen Euro in Deiche und andere technische Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser geflossen, aber nur sieben Millionen Euro in Deichrückverlegungen. BUND-Expertin Verena Graichen erklärte, es sei bekannt, dass Deutschland sich besser vor Hochwasser schützen müsse. "Aber enge Bebauung, höhere Deiche und immer mehr Polder sind keine adäquate Antwort - mit ihnen können die Fluten während der Hochwasserphase zwar gemanagt werden, ein absoluter Hochwasserschutz ist aber technisch weder machbar noch wirtschaftlich sinnvoll."

Es sei mehr Geld für die Wiederherstellung von Auen nötig. Auch ein Stopp bei der Flächenversiegelung und Investitionen in ökologischen Hochwasserschutz seien notwendig, forderte der BUND. Graichen erklärte, in Deutschland werde "zu viel Geld in die falschen Maßnahmen investiert". Bund, Länder und Kommunen sollten "vermehrt auf ökologischen Hochwasserschutz setzen".

In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatte extremer Starkregen im Juli 2021 verheerende Überschwemmungen ausgelöst. In Nordrhein-Westfalen gab es 49 Tote. In Rheinland-Pfalz kamen laut Landesregierung 136 Menschen ums Leben, ein Mensch wird noch immer vermisst.

L.Scott--EWJ

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