English Woman's Journal - Philippinischer Senat startet Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Duterte

Philippinischer Senat startet Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Duterte


Philippinischer Senat startet Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Duterte
Philippinischer Senat startet Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Duterte / Foto: Jam STA ROSA - AFP/Archiv

Der philippinische Senat hat am Montag ein Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte eröffnet. Der Tochter des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte werden unter anderem Veruntreuung öffentlicher Gelder, Korruption, Bestechung und ein Mordkomplott gegen ihren einstigen Verbündeten, Präsident Ferdinand Marcos, vorgeworfen. Duterte selbst nahm nicht an der Auftaktsitzung teil.

Textgröße ändern:

Das Repräsentantenhaus, die andere Kammer des philippinischen Parlaments, hatte mit einem Votum am 11. Mai das Amtsenthebungsverfahren gegen die 48-Jährige auf den Weg gebracht. Das Verfahren wird nun im Senat geführt, der am Ende auch darüber entscheidet, ob Duterte abgesetzt wird oder nicht. Für die Amtsenthebung sind die Stimmen von zwei Dritteln der 24 Senatsmitglieder notwendig. Die Kammer aber scheint in der Frage jedoch tief gespalten.

Zudem genießt die Vizepräsidentin in der Bevölkerung große Beliebtheit und gilt als Favoritin für die Präsidentenwahl im Jahr 2028. In einer jüngsten Erhebung gaben 51 Prozent der Befragten an, Duterte ihre Stimme geben zu wollen.

Dutertes Verteidigerin Sheila Sison erklärte, bei den Vorwürfen handele es sich um ein parteipolitisch motiviertes Manöver. "Das klare Ziel der Anschuldigungen ist die Absetzung einer Vizepräsidentin, die von mehr als 32 Millionen Philippinern gewählt wurde", sagte sie.

Vor dem Senat kam es zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Unterstützern Dutertes. Tausende Polizisten waren im Einsatz, um das Gebäude zu schützen.

F.Stewart--EWJ

Empfohlen

Brite soll Ex-Ministerin Widdecombe mit 21 Hammer-Schlägen getötet haben

Im Fall des Mordes an der britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe sind grausame Details bekannt geworden: Ein britisches Gericht ordnete am Dienstag Untersuchungshaft für einen 28-jährigen Briten an, der laut Staatsanwaltschaft verdächtigt wird, Widdecombe 21 Mal mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen zu haben. Anschließend habe er eine Geldbörse aus ihrer Handtasche gestohlen und sei geflohen. Als Prozessbeginn wurde der 8. Juni 2027 festgesetzt.

Deutsche-Welle-Journalist Alican Uludag erneut in der Türkei festgenommen

Ein türkischer Journalist der Deutschen Welle ist in der Türkei erneut inhaftiert worden. "Ich werde festgenommen", erklärte Alican Uludag am Dienstag im Onlinedienst X. Der in der Hauptstadt Ankara ansässige Journalist war bereits im Februar wegen "Beleidigung des Präsidenten" festgenommen worden und hatte anschließend rund 90 Tage im berüchtigten Gefängnis Silivri nahe Istanbul verbracht. DW-Intendantin Barbara Massing nannte die erneute Festnahme "zutiefst besorgniserregend".

Nach Gewalt bei Protesten in Indien: Gandhi fordert Rücktritt von Premier Modi

Nach heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften bei Protesten gegen Missstände im indischen Bildungssystem hat Oppositionsführer Rahul Gandhi den Rücktritt von Premierminister Narendra Modi gefordert. Modi "zerstört die Zukunft der indischen Jugend", schrieb Gandhi am Dienstag in Onlinemedien. Die sogenannte Kakerlaken-Bewegung will trotz des harten Vorgehens der Polizei ihre Aktionen fortsetzen.

Caritas kritisiert Bundesregierung wegen Kürzungen bei humanitärer Hilfe

Das katholische Hilfswerk Caritas hat die Bundesregierung wegen der Kürzungen der Mittel für humanitäre Hilfe kritisiert. "Der Staat kürzt seine Unterstützung ausgerechnet in einer Zeit, in der humanitäre Hilfe dringlicher und gefährlicher wird", sagte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts der Organisation in Freiburg.

Textgröße ändern: